18 April 2026, 22:03

Junge Generation in Deutschland: Gestresst, verschuldet und bereit zur Auswanderung

Plakat mit der Aufschrift "Kinderaert ist eine nationale Bedrohung - Sollen wir die Industrie das Land fesseln lassen" in fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, das eine vielseitige Gruppe von Menschen zeigt, die gemeinsam stehen.

Junge Generation in Deutschland: Gestresst, verschuldet und bereit zur Auswanderung

Eine neue Studie offenbart tiefe Unzufriedenheit unter der jüngeren Generation in Deutschland. Viele fühlen sich politisch ignoriert, finanziell überlastet und unsicher über ihre Zukunft. Die Ergebnisse zeigen zudem steigenden Stress, wachsende Verschuldung und ein zunehmendes Interesse, das Land zu verlassen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Fast die Hälfte der jungen Deutschen gibt an, gestresst zu sein – 36 Prozent leiden unter Erschöpfung, 32 Prozent kämpfen mit Selbstzweifeln. Ein Mangel an Motivation betrifft 30 Prozent, während nur etwa die Hälfte klare Karrierepläne oder Zukunftsziele hat. Auch der Smartphone-Gebrauch bereitet Sorgen: 60 Prozent beschreiben ihre Nutzungsgewohnheiten als "suchtähnlich". Einige suchen inzwischen Rat bei KI-gestützter Beratung für persönliche Unterstützung.

Finanziell sind 23 Prozent der jungen Menschen verschuldet, wobei die Wohnkosten zu einer immer größeren Belastung werden. Politisch ist das Vertrauen in die Regierung gering – nur 14 Prozent glauben, dass die Verantwortlichen "das Richtige tun" werden. Stattdessen wächst die Unterstützung für Parteien am politischen Rand: Die Linke liegt erstmals mit 25 Prozent bei jungen Wählern vorn, die AfD folgt mit 20 Prozent.

Die Studie zeigt zudem, dass 21 Prozent konkret planen, Deutschland zu verlassen, und 41 Prozent sich eine langfristige Auswanderung vorstellen können. Der Jugendforscher Professor Klaus Hurrelmann betonte die Notwendigkeit einer neuen politischen Einbindung und eines besseren Dialogs zwischen den Generationen. Ohne Veränderungen werde sich das Gefühl der Marginalisierung unter jungen Menschen weiter verstärken, warnte er.

Die Forschung kommt zu dem Schluss, dass die Verbesserung des Wohlbefindens junger Menschen Räume erfordert, in denen sie Resilienz und Selbstvertrauen aufbauen können. Ohne stärkere politische Teilhabe und wirtschaftliche Unterstützung könnte die Bereitschaft, das Land zu verlassen, weiter steigen. Die Ergebnisse deuten auf eine Generation hin, die nach Stabilität sucht – und bereit ist, sie im Ausland zu finden.

Quelle