Jens Zangenfeind wird mit 78 Prozent neuer Landrat in Miesbach
Jens Zangenfeind ist zum neuen Landrat des Landkreises Miesbach gewählt worden – mit einem deutlichen Sieg in der Stichwahl. Der Kandidat der Freien Wähler (FWG) erzielte 78 Prozent der Stimmen und setzte sich damit klar gegen seinen CSU-Herausforderer Franz Schnitzenbaumer durch. Die Wahl markiert einen Wechsel in der lokalen Führung nach Jahren der CSU-Dominanz in der Region.
Das Rennen um die Nachfolge von Olaf von Löwis hatte mit sieben Bewerbern begonnen. Der amtierende Landrat von der CSU hatte nach einer Amtszeit auf eine erneute Kandidatur verzichtet. Sein Vorgänger, Wolfgang Rzehak von den Grünen, hatte das Amt inne, bevor von Löwis 2020 mit 67,5 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang die Wahl gewann.
Miesbach gilt seit Langem als Hochburg der CSU, die bei der Kreistagswahl 2020 49,6 Prozent der Stimmen holte. Die Grünen folgten als zweitstärkste Kraft mit 17,4 Prozent, während SPD und Freie Wähler (FW) deutlich zurücklagen. Auch bei jüngeren Wahlen, etwa der Bundestagswahl 2025, zeigte sich ein ähnliches Bild: Die CSU erreichte 38 Prozent, die Grünen 24 Prozent.
In der Stichwahl traf Zangenfeind, der ehemalige Bürgermeister von Hausham, auf Franz Schnitzenbaumer, den Ex-Bürgermeister von Schliersee und CSU-Kandidaten. Schnitzenbaumer kam lediglich auf 22 Prozent der Stimmen, während Zangenfeinds Erdrutschsieg einen Wandel in der politischen Landschaft des Landkreises signalisiert.
Mit Zangenfeinds Sieg endet die jüngste Serie von CSU-Landräten in Miesbach. Künftig wird er den Landkreis in zentralen Fragen wie Wohnungsbau und Verkehrsinfrastruktur führen. Das Ergebnis spiegelt eine deutliche Verschiebung der Wählerpräferenzen nach Jahren konservativer Führung wider.






