11 April 2026, 09:03

Jekaterinburgs radikale Reform: Wie der Straßenhandel neu geordnet wird

Schwarz-weiß-Zeichnung eines Stadtplatzes mit Fußgängern, einem zentralen Gebäude und Text am unteren Rand.

Jekaterinburgs radikale Reform: Wie der Straßenhandel neu geordnet wird

Jekaterinburg startet große Reform des nichtstationären Einzelhandels

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In diesem Jahr hat Jekaterinburg eine umfassende Umstrukturierung seines nichtstationären Einzelhandels eingeleitet. Ursprünglich sollte die Zahl der Verkaufsstände auf 1.000 reduziert werden, doch nach Verhandlungen wurde die Obergrenze auf 1.200 erhöht. Nun, da viele Pachtverträge abgelaufen sind und zahlreiche Stände ohne Genehmigung betrieben werden, stehen sowohl Händler als auch Käufer vor tiefgreifenden Veränderungen.

Die betroffenen Kioske, die sich sämtlich auf städtischem Grund befinden, wurden aus dem aktualisierten Plan für nichtstationäre Handelsflächen (NTO) ausgeschlossen. Da ihre Mietverträge ausgelaufen sind, müssen sie schließen. Zudem kündigten die Behörden an, im Rahmen der Reform auch alle verbleibenden nicht lizenzierten Stände zu entfernen.

Dennoch griff Gouverneur Denis Pasler aus der Region Swerdlowsk ein und setzte den Abriss der NTO-Flächen vorläufig aus, was den Betroffenen eine vorübergehende Atempause verschafft. Dennoch müssen einige Kioske umziehen. Ab dem 1. April werden mehrere Händler in die Cheluskintsew-Straße 27 verlegen, wo neue Verkaufsflächen bereitgestellt wurden.

Ziel der Reform ist eine Neuordnung des Straßenhandels in der gesamten Stadt. Zwar wurde die endgültige Zahl der Kioske auf 1.200 festgesetzt – und damit höher angesetzt als die ursprünglich geplante Obergrenze von 1.000 –, doch viele Verkäufer stehen nun vor der Wahl, entweder umzusiedeln oder ihren Betrieb einzustellen, während die Änderungen greifen.

Die Schließung der Kioske markiert den ersten sichtbaren Schritt in Jekaterinburgs Einzelhandelsreform. Händler, deren Pachtverträge ausgelaufen sind, müssen sich nun an neue Standorte anpassen oder den Markt ganz verlassen. Durch das geplante Vorgehen gegen nicht lizenzierte Stände wird sich zudem grundlegend ändern, wo und wie der nichtstationäre Handel in der Stadt künftig funktioniert.

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