Italo drängt 2028 mit Hochgeschwindigkeitszügen auf deutsche Strecken
Charlotte RichterItalo drängt 2028 mit Hochgeschwindigkeitszügen auf deutsche Strecken
Pro Bahn begrüßt Italos geplanten Einstieg in den deutschen Fernverkehr
Der italienische Bahnbetreiber Italo will ab 2028 auf dem deutschen Fernverkehrsmarkt aktiv werden und stark frequentierte Strecken wie Berlin–München oder Köln–Frankfurt–München bedienen. Die Fahrgastvereinigung Pro Bahn sieht darin eine Chance, den Wettbewerb zu beleben und Reisenden mehr Auswahl zu bieten.
Italo konzentriert sich bei seiner Expansion auf Deutschland auf stark nachgefragte Verbindungen zwischen den großen Städten. Auch die Strecke München–Hamburg ist Teil des geplanten Netzes. Das Unternehmen strebt an, innerhalb von vier Jahren den Betrieb aufzunehmen.
Pro Bahn betont, dass klare politische Rahmenbedingungen nötig sind, um faire Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten. Die Vereinigung fordert eine unabhängige nationale Stelle, die die Vergabe von Fernverkehrsstrecken steuert. Zudem plädiert sie für ein einheitliches Tarifsystem, das bei allen Anbietern gilt und Reisenden die Planung erleichtert.
Zum Schutz des bestehenden Angebots verlangt Pro Bahn rechtlich verbindliche Garantien für den Regionalverkehr. Die Politik müsse sicherstellen, dass ländliche Regionen bei der Vergabe von Trassen nicht benachteiligt werden, so die Forderung. Die Vereinigung warnt davor, dass regionale Verbindungen nicht leiden dürfen, wenn neue Konkurrenten in den Markt drängen.
Italos Markteintritt könnte die Auswahl im deutschen Fernverkehr vergrößern. Die Vorschläge von Pro Bahn zielen darauf ab, einen ausgewogenen und fairen Bahnsektor zu schaffen. Im Mittelpunkt steht für die Vereinigung der Schutz des Regionalverkehrs sowie gleiche Bedingungen für alle Anbieter.






