Hurrikan-Konferenz startet ohne FEMA – Shutdown blockiert Katastrophenschutz
Finn WolfHurrikan-Konferenz startet ohne FEMA – Shutdown blockiert Katastrophenschutz
Nationale Hurrikan-Konferenz beginnt ohne FEMA-Beteiligung
Die National Hurricane Conference, eine zentrale Veranstaltung zur Vorbereitung von Gemeinden auf die atlantische Hurrikansaison, hat am Montag ihre Pforten geöffnet. Bis Donnerstag werden über 1.800 Teilnehmer erwartet – darunter Katastrophenschutzbeauftragte, Bundesbeamte und Vertreter der Privatwirtschaft. Doch in diesem Jahr steht die Konferenz vor einer ungewöhnlichen Herausforderung: Die US-Katastrophenschutzbehörde FEMA bleibt aufgrund des anhaltenden Teil-Stillstands der Regierung (Government Shutdown) fern.
Das Fehlen der FEMA hinterlässt eine spürbare Lücke. Die Behörde, die normalerweise eine zentrale Rolle in der Hurrikanvorsorge spielt, bestätigte, dass sie in gewohnter Weise nicht teilnehmen könne. Ein Sprecher bedauerte die Situation und führte den Shutdown als Grund für die Absage an.
Die FEMA befindet sich seit Monaten in einer Phase der Unsicherheit. Präsident Donald Trump hatte in seiner zweiten Amtszeit umfassende Reformen angekündigt. Seit Dezember leitet Karen Evans die Behörde kommissarisch, doch Fortschritte bleiben aus. Ein lang erwarteter Bericht des FEMA Review Council, der Reformvorschläge enthalten sollte, liegt aufgrund des Shutdowns weiterhin auf Eis.
Lokale Verantwortliche zeigen sich besorgt über die Folgen von FEMA's Abwesenheit. Jeremy Knighton, stellvertretender Feuerwehrchef für das Katastrophenmanagement in Asheville, North Carolina, bezeichnete die Konferenz ohnehin als komplex – nun werde sie ohne FEMA-Einbindung noch schwieriger. Unterdessen warnte Michael Brennan, Direktor des National Hurricane Center in Miami, dass einige Amerikaner ihre Vorsorgemaßnahmen in diesem Jahr verschleppen könnten. Nach der vergleichsweise milden letzten Saison fürchtet er eine gefährliche Selbstzufriedenheit.
Am Donnerstag endet die Konferenz – und lässt die Teilnehmer ohne die gewohnte Unterstützung der FEMA zurück. Während die Behörde durch den Shutdown lahmgelegt ist und Reformen auf sich warten lassen, müssen sich Gemeinden stärker auf lokale und bundesstaatliche Ressourcen verlassen. Wie gut die Regionen auf den nächsten Sturm vorbereitet sein werden, dürfte maßgeblich von den Ergebnissen dieser Tagung abhängen.






