Helene Wagner: Chemnitzer Pionierin der Frauenrechte erhält postume Ehre

Helene Wagner: Chemnitzer Pionierin der Frauenrechte erhält postume Ehre
Helene Wagner: Würdigung einer Pionierin der Frauenrechte in Chemnitz
Am 14. November 2023 wird Helene Wagner, eine bedeutende Frauenrechtlerin und Politikerin, mit einer Gedenktafel im Chemnitzer SPD-Büro geehrt. Die 1870 in Mittweida geborene Wagner setzte sich ihr Leben lang für bessere Arbeitsbedingungen – insbesondere für Frauen – sowie für das Frauenwahlrecht ein.
Ihre Laufbahn begann in ihrer Heimatstadt Mittweida, wo sie in einer Weberfamilie aufwuchs. Früh engagierte sie sich in der Arbeiterbewegung und kämpfte für faire Löhne und menschenwürdige Arbeitsverhältnisse. Ihr unermüdlicher Einsatz machte sie zu einer prägenden Figur der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD).
1911 hielt Wagner in Leipzig eine mitreißende Rede vor 3.000 Frauen und forderte das Wahlrecht für Frauen. Ihre Leidenschaft und Überzeugungskraft begeisterten das Publikum und stärkten die wachsende Frauenwahlrechtsbewegung. Nur acht Jahre später, 1919, zog sie als Abgeordnete in die Sächsische Volkskammer ein und wirkte zudem im Chemnitzer Stadtrat. Zeit ihres politischen Schaffens blieb sie eine kompromisslose Verfechterin der Frauenrechte und echter Gleichberechtigung.
Wagners Vermächtnis inspiriert bis heute Frauenrechtlerinnen. Der Sächsische Staatsfrauenrat, der als Dachverband über 40 Frauenverbände und Gleichstellungsorganisationen in Sachsen vereint, ehrt sie als historische Vorkämpferin für bessere Arbeitsbedingungen von Frauen. Die bevorstehende Enthüllung der Gedenktafel im SPD-Büro Chemnitz erinnert an ihren nachhaltigen Einfluss und die Bedeutung ihres Engagements.



