Heidelberg lagert SAP-Infrastruktur aus – Millionen-Deal mit DATAGROUP besiegelt

Heidelberg lagert SAP-Infrastruktur aus – Millionen-Deal mit DATAGROUP besiegelt
Die Heidelberger Druckmaschinen AG hat einen Fünfjahresvertrag über die Auslagerung ihrer gesamten SAP-Infrastruktur an die DATAGROUP unterzeichnet. Der Millionen-Deal markiert einen entscheidenden Schritt im Umstrukturierungsplan des Unternehmens. Analysten sehen darin einen Teil einer umfassenderen Strategie, um die Effizienz zu steigern und Kosten zu senken.
Die Vereinbarung wurde im November 2025 finalisiert und umfasst die Migration und den Betrieb von über 100 SAP-Systemen. Diese verteilen sich auf 30 verschiedene Landschaften mit einer kombinierten Kapazität von mehr als 1,2 Millionen SAPS. DATAGROUP wird die Systeme in seinem Enterprise-Cloud-Rechenzentrum in Frankfurt hosten.
Der Vertragswert liegt im mittleren einstelligen Millionenbereich. Finanzielle Vorteile durch den Schritt werden jedoch erst im Geschäftsjahr 2026/27 erwartet. Gleichzeitig wandelt das Unternehmen Fixkosten in variable Ausgaben um, um wirtschaftliche Schwankungen besser abfedern zu können.
Neben der Auslagerung baut Heidelberg seine digitalen Dienstleistungen aus. Eine neue Data-Capture-App liefert nun Echtzeit-Produktionsdaten an über 3.000 Kunden weltweit. Die Umstrukturierung soll zudem interne Teams entlasten, damit diese sich auf Kerngeschäfte und Innovation konzentrieren können.
Die Aktie des Unternehmens ist seit Januar um mehr als 94 Prozent gestiegen, zuletzt pendelte sich der Kurs jedoch bei 1,88 Euro pro Aktie ein.
Der Outsourcing-Deal mit DATAGROUP ist Teil von Heidelbergs umfassendem Plan, die Geschäftsprozesse zu straffen und sich an Marktveränderungen anzupassen. Durch die Reduzierung von Fixkosten und Investitionen in digitale Werkzeuge hofft das Unternehmen, ein flexibleres und profitableres Geschäftsmodell aufzubauen. Die vollen Auswirkungen dieser Maßnahmen werden sich in den kommenden Jahren zeigen.



