Handelsstreit zwischen Kanada und USA: CUSMA-Abkommen vor entscheidender Frist am 1. Juli
Charlotte RichterHandelsstreit zwischen Kanada und USA: CUSMA-Abkommen vor entscheidender Frist am 1. Juli
Die Handelsgespräche zwischen Kanada und den USA sind nach einer Pause Ende 2021 wiederaufgenommen worden. Die Verhandlungen finden statt, während die Zukunft des CUSMA-Abkommens vor einer wichtigen Frist ungewiss bleibt. Beide Länder befassen sich mit langjährigen Streitpunkten wie dem Alkoholvertrieb, den Beschaffungsrichtlinien und Verzögerungen bei der Zulassung von Flugzeugen.
Die Gespräche zwischen den beiden Nationen waren im Oktober 2021 ins Stocken geraten, wurden jedoch im März 2022 wieder aufgenommen. Kanadische Vertreter, darunter Dominic LeBlanc und Janice Charette, trafen sich während des G7-Gipfels in Frankreich mit dem US-Delegierten Jamieson Greer. Die USA haben Bedenken hinsichtlich der kanadischen Provinzregelungen für den Alkoholverkauf, der Verzögerungen bei der Flugzeuzzulassung sowie der „Buy Canadian“-Beschaffungspolitik geäußert.
Laut CUSMA müssen die beteiligten Länder bis zum 1. Juli entscheiden, ob das Abkommen verlängert, gekündigt oder überprüft werden soll. Die USA haben ihre Pläne für das Abkommen bisher nicht öffentlich bestätigt. Zudem haben sie separate Zölle auf kanadischen Stahl, Aluminium und die Automobilindustrie verhängt. Währenddessen hat Washington Handelsgespräche mit Mexiko aufgenommen, jedoch noch nicht mit Kanada. Kanadische Beamte betonen, dass die Verhandlungen fortlaufend sind und beide Seiten einbeziehen.
Die Frist für die Zukunft des CUSMA-Abkommens rückt näher: Der 1. Juli steht bevor. Die USA haben sich weder zur Verlängerung bekannt noch ihre Absichten dargelegt. Kanada sieht sich unterdessen weiterhin mit Zöllen und ungelösten Handelsfragen konfrontiert, während die Gespräche andauern.






