Handelsblatt-Präsident warnt vor tiefer Wirtschaftskrise in Deutschland und Hamburgs schwindender Hoffnung

Präsident der Handelskammer: Versprechen zur Reform nicht eingelöst - Handelsblatt-Präsident warnt vor tiefer Wirtschaftskrise in Deutschland und Hamburgs schwindender Hoffnung
Handelsblatt-Präsident Norbert Aust warnt vor schwerer Wirtschaftskrise in Deutschland
Norbert Aust, Präsident der Handelsblatt Hamburg, hat vor einer ernsthaften Wirtschaftskrise in Deutschland gewarnt. In einer jüngsten Stellungnahme betonte er, dass die Unternehmen in Hamburg zunehmend unter Druck gerieten – nur ein Bruchteil von ihnen erhoffe sich in naher Zukunft eine Besserung der Lage. Gleichzeitig kritisierte er aktuelle Handelsabkommen und die Bundespolitik und forderte dringende Kurskorrekturen.
Aust erklärte eingangs, die deutsche Wirtschaft befinde sich in einer Krise, die sich besonders auf Hamburg auswirke. Lediglich jedes fünfte Unternehmen in der Stadt rechne kurzfristig mit einer Erholung. Dennoch versicherte er, Hamburg sei gut aufgestellt, um die Herausforderungen zu meistern.
Der Kammerpräsident übt scharfe Kritik an der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung, die er als unzureichend bezeichnet. Der mit 500 Milliarden Euro verschuldungsfinanzierte Sondervermögenstopf solle seiner Meinung nach ausschließlich in Investitionen fließen – und nicht in allgemeine Ausgaben. Auch in der Handelspolitik sieht Aust Handlungsbedarf: Europa sei bei den jüngsten Verhandlungen mit den USA ins Hintertreffen geraten. Er plädierte für eine engere Zusammenarbeit zwischen Hamburger Politik und Wirtschaft. Besonders den Hafen nannte er als entscheidenden Bereich, in dem dringend Maßnahmen nötig seien, um gegenüber der Konkurrenz verlorenes Terrain zurückzugewinnen. Konkrete Verantwortliche oder Institutionen für diese Vorhaben benannte er jedoch nicht.
Austs Aussagen spiegeln tiefe Sorgen über die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands wider. Angesichts der düsteren Konjunkturaussichten in Hamburg und der in die Kritik geratenen Handelspolitik setzt sein Appell für gezielte Investitionen und eine stärkere Verzahnung von Politik und Wirtschaft klare Prioritäten. Nun bleibt abzuwarten, ob Politiker und Wirtschaft gemeinsam an einem Strang ziehen werden, um diese Herausforderungen zu bewältigen.



