Grohnde erreicht Meilenstein: Rückbau des AKW beginnt nach 40 Jahren Betrieb
Charlotte RichterGrohnde erreicht Meilenstein: Rückbau des AKW beginnt nach 40 Jahren Betrieb
Kernkraftwerk Grohnde in Niedersachsen erreicht Meilenstein bei Stilllegung
Das Kernkraftwerk Grohnde in Niedersachsen hat einen wichtigen Schritt im Stilllegungsprozess erreicht: Die Behörden haben die endgültige Genehmigung für den Rückbau erteilt und damit bestätigt, dass der Standort nie wieder in Betrieb gehen wird. Umweltminister Christian Meyer erklärte die Anlage offiziell für dauerhaft abgeschaltet – nach 40 Jahren als zentraler Energieerzeuger.
Die jüngste Genehmigung folgte auf einen Antrag des Betreibers PreussenElektra aus dem Jahr 2024. Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz erteilte nun die zweite und letzte Rückbaugenehmigung, nachdem bereits im Dezember 2023 die erste Teilgenehmigung vorlag.
Anfang April 2026 wurden die letzten Brennelemente aus dem Reaktorgebäude entfernt, in einem Castor-Behälter versiegelt und in das hauseigene Zwischenlager auf dem Gelände gebracht. Mit der sicheren Lagerung des Brennstoffs kann nun die nächste Phase beginnen.
Der Abbau der inneren Komponenten des Reaktordruckbehälters soll im Herbst 2026 starten. Die neu erteilte Genehmigung erlaubt zudem die Demontage des Druckbehälters selbst sowie des umliegenden biologischen Schilds. Die vollständige Stilllegung der Anlage wird voraussichtlich erst 2039 abgeschlossen sein.
Doch schon jetzt denkt die Region über die Zukunft des Standorts nach: Der Emmerthaler Energiecluster soll das Gelände zu einem Zentrum für erneuerbare Energien umwandeln – mit Großspeichern für Strom, Freiflächen-Solaranlagen und einem neuen Umspannwerk.
Die finale Genehmigung besiegelt den Wandel Grohndes von der Atomkraft zur sauberen Energie. Noch in diesem Jahr beginnen die Arbeiten zum Rückbau der kritischen Reaktorbauteile, während der gesamte Stilllegungsprozess mehr als ein Jahrzehnt dauern wird. Parallel entsteht mit dem Emmerthaler Energiecluster ein neuer Standort für Solarenergie, Speicherlösungen und Netzinfrastruktur.






