16 April 2026, 10:04

Glasfaserausbau: Offene Netze revolutionieren Deutschlands Internetmarkt bis 2031

Plakat, das das Affordable Connectivity Program bewirbt, mit Text, der über 15 Millionen Haushalte angibt, die sich für hochgeschwindigkeitsinternet sparen können, und einem Logo.

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Immer mehr Betreiber setzen in Deutschlands Glasfasermarkt auf gemeinsame Netzmodelle – ein Trend, der durch aktuelle Geschäfte und regulatorische Vorhaben unterstrichen wird. Verbraucher könnten bald von mehr Wettbewerb und einer größeren Auswahl an Anbietern profitieren.

Mit fast 300 Unternehmen, die derzeit Glasfaserinfrastruktur ausbauen, wächst der Druck auf die Branche, Investitionen mit fairen Zugangsregeln in Einklang zu bringen. Deutsche GigaNetz hat kürzlich Vereinbarungen mit dem schwedischen Internetdienstanbieter Bahnhof und Westconnect unterzeichnet, um sein Glasfasernetz zu öffnen. Dies passt in einen größeren Trend: So plant etwa Stadtwerke Neustadt am Rübenberge, ab 2030/2031 Drittanbietern Zugang zu gewähren. Gleichzeitig bereitet Plusnet den Start eigener Dienste über die Netzinfrastruktur von OXG vor.

Ein Entwurf des neuen Telekommunikationsgesetzes (TKG) sieht vor, dass in Gebieten mit Einzelfaser-Netzen Verhandlungspflichten eingeführt werden. Ziel ist es, fairen Wettbewerb zu sichern. Einige Betreiber warnen jedoch, dass zu strenge Vorgaben künftige Investitionen bremsen könnten. Daniela Brönstrup, Vizepräsidentin der Bundesnetzagentur (BNetzA), fordert strengere Kontrollen für Fälle, in denen offener Netzzugang nicht die erhofften Vorteile bringt.

Die Branche ist gespalten, was die finanziellen Auswirkungen angeht. Steven Blount von EWE Tel räumte ein, dass offene Netze zwar höhere Anfangsinvestitionen erfordern, betonte aber, sie seien entscheidend, um die Netzauslastung zu maximieren. Frank Rosenberger von 1&1 Versatel unterstützte diese Sicht und verwies darauf, dass 83 Prozent der Kunden die Möglichkeit fordern, zwischen mehreren Anbietern wählen zu können.

Der Vorstoß für offenen Netzzugang verändert den deutschen Glasfasermarkt grundlegend. Während Betreiber und Regulierer an fairen Rahmenbedingungen arbeiten, könnten Verbraucher bald von einem größeren Dienstleistungsangebot profitieren – auch wenn Investitionsrisiken weiterhin eine Herausforderung bleiben.

Wie schnell sich diese Veränderungen durchsetzen, hängt von den Ergebnissen der TKG-Verhandlungen und den Branchenvereinbarungen ab.

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