Giftige Schwermetalle im Fluss Amga: Kupfer- und Aluminiumwerte stark erhöht
Finn WolfGiftige Schwermetalle im Fluss Amga: Kupfer- und Aluminiumwerte stark erhöht
Eine aktuelle ökologische Untersuchung hat hohe Konzentrationen von Kupfer und Aluminium im Fluss Amga festgestellt. Die Verunreinigung war zunächst von einer Aktivistin entdeckt worden, die in der Nähe der ESPO-Pipeline ein übelriechendes Leck bemerkt hatte. Später bestätigten Behörden das Vorhandensein von Schadstoffen im Wasser.
Am 25. September 2022 meldete die Aktivistin Aiyyl Dyulurkha ein Leck aus einem Kunststoffrohr in den Fluss Amga. Die ausgetretene Flüssigkeit ähnelte Abwasser und verbreitete einen starken Geruch. Einen Tag später führte das ökologische Ministerium der Republik Sacha (Jakutien) eine Kontrolle durch und entnahm Wasserproben.
Die Analyse ergab, dass der Kupfergehalt die zulässigen Grenzwerte um mehr als das 1,2-Fache überschritt. Noch höher waren die Aluminiumwerte – sie lagen über 4,3-mal über den Normen. Damit bestätigte sich die Belastung des Gewässers mit Schadstoffen.
Als Reaktion darauf erweiterte das Ökologieministerium Jakutiens die Liste der regulierten Schadstoffe. Die Aktualisierung umfasst 79 neue Substanzen, darunter Schwermetalle, Kohlenstoffverbindungen, Natriumhydroxid und Thiole. Unternehmen müssen für den Ausstoß dieser Stoffe nun Genehmigungen einholen und strenge Grenzwerte einhalten. Einige der neuen Vorschriften treten erst 2025 voll in Kraft.
Die verschärften Regelungen betreffen Schadstoffe in Luft, Wasser und Boden. Betriebe müssen sich auf strengere Kontrollen von Emissionen und Einleitungen einstellen. Ziel der Maßnahmen ist es, die Umweltverschmutzung zu verringern und das ökologische Monitoring in der Region zu verbessern.






