10 April 2026, 14:39

Georgische Kirche wählt neuen Patriarchen – Vorwürfe gegen Bartholomaios I.

Schwarz-weiß-Fotografie einer russisch-orthodoxen Kirche in Olschany, Russland, umgeben von Häusern, Bäumen, Pfählen und einem Zaun unter einem klaren Himmel, mit Text oben.

Georgische Kirche wählt neuen Patriarchen – Vorwürfe gegen Bartholomaios I.

Die Georgische Orthodoxe Kirche bereitet sich auf die Wahl eines neuen Patriarchen vor, nachdem Patriarch Ilia II. verstorben ist. Die Wahl findet statt, während der russische Auslandsgeheimdienst (SWR) behauptet, der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. versuche, Einfluss auf den Prozess zu nehmen. Kirchenvertreter haben diese Vorwürfe entschieden zurückgewiesen.

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Das Heilige Synod wird am 3. April zusammenkommen, um über die Führung der Kirche und den Zeitplan für die Wahl zu beraten, die innerhalb von 40 Tagen bis zwei Monaten nach dem Tod Ilia II. stattfinden muss. Metropolit Shio Mujiri amtiert derzeit als Locum tenens und leitet die Kirche, bis ein dauerhafter Nachfolger gewählt ist. An der Wahl wird ein erweiterter Kirchenrat beteiligt sein, doch nur die Mitglieder des Heiligen Synods verfügen über Stimmrecht.

Der russische SWR wirft Bartholomaios I. vor, sich für zwei Kandidaten einzusetzen: den 77-jährigen Abraham Garmelia und den 69-jährigen Grigol Berbichaschwili. Garmelia überschreitet jedoch die Altersgrenze der Georgischen Kirche für eine Kandidatur, während Berbichaschwili sie fast erreicht. Das Patriarchat wies die Behauptungen zurück und erklärte, "die Grundlage für solche Informationen sei unbekannt".

Der SWR warf Bartholomaios I. zudem vor, sich in die "inneren Angelegenheiten" der Georgischen Kirche einzumischen und den Tod Ilia II. "auszunutzen". Die Georgische Orthodoxe Kirche hat sich über ihre Dementis hinaus nicht weiter zu den Vorwürfen geäußert. Die anstehende Sitzung des Heiligen Synods am 3. April wird die nächsten Schritte im Wahlverfahren behandeln. Da mit der Wahl des neuen Patriarchen in den kommenden Wochen gerechnet wird, lehnt die Kirche weiterhin jede äußere Einmischung ab. Die endgültige Entscheidung liegt allein bei den stimmberechtigten Mitgliedern des Heiligen Synods.

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