10 April 2026, 18:37

Georgiens Ombudsmann prangert Misshandlungen bei Protest-Festnahmen an

Eine Gruppe von Menschen steht vor einer protestierenden Menge mit Kameras, Handys und Mikrofonen, mit einem Banner, einer Wand und Glastüren im Hintergrund.

Georgiens Ombudsmann prangert Misshandlungen bei Protest-Festnahmen an

Büro des Öffentlichen Beschützers in Georgien kritisiert Behandlung von Festgenommenen bei Protesten

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Das Büro des Öffentlichen Beschützers (Ombudsmann) in Georgien hat Besorgnis über die Behandlung von Festgenommenen während Proteste geäußert. Zwischen März 2025 und Februar 2026 besuchten Beauftragte 573 Inhaftierte, von denen viele über harte Haftbedingungen und mutmaßliche Misshandlungen berichteten. Die Erkenntnisse zeigen, dass die Probleme trotz eines Rückgangs der protestbezogenen Festnahmen fortbestehen.

Von 1. März 2025 bis 20. Februar 2026 überprüften Vertreter des Ombudsmann-Büros 131 Festgenommene im Zusammenhang mit Demonstrationen. Davon gaben 35 Personen an, von der Polizei misshandelt worden zu sein, während 17 körperliche Verletzungen aufwiesen. Diese Zahlen sind Teil eines größeren Trends: Im gesamten Zeitraum wurden 573 Inhaftierte begutachtet, wobei 302 Misshandlungen anzeigten und 194 Anzeichen von Verletzungen zeigten.

Die Betroffenen berichteten von demütigenden Prozeduren, darunter zwangsweise vollständige Entkleidung. Andere schilderten körperliche Gewalt, verbale Beleidigungen und einen übermäßigen Einsatz von Fesseln – etwa stundenlanges Handschellentragen mit auf dem Rücken gefesselten Armen. Unter den Geschädigten befanden sich 49 Frauen und zwei Minderjährige.

Als Reaktion reichten 27 Festgenommene offizielle Beschwerden über ihre Behandlung ein. Dies führte dazu, dass 10 Fälle auf möglichen Machtmissbrauch untersucht werden, insbesondere wegen übermäßiger Gewaltanwendung durch die Sicherheitskräfte.

Obwohl die Protestaktivitäten seit 2024 nachgelassen haben, gingen auch die Zahl der Festnahmen und gemeldeten Misshandlungsfälle zurück. Dennoch bestehen weiterhin Bedenken hinsichtlich erniedrigender und unverhältnismäßiger Maßnahmen gegen Inhaftierte.

Das Büro des Öffentlichen Beschützers hat ein Muster mutmaßlicher Misshandlungen dokumentiert, trotz der geringeren Zahl von Festnahmen im Jahr 2025. Mit 10 laufenden Ermittlungsverfahren geraten die Behörden unter Druck, die Anwendung übermäßiger Gewalt zu ahnden. Der Bericht unterstreicht die Notwendigkeit strengerer Kontrollen in Haftanstalten.

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