19 April 2026, 11:02

Georgien plant Amnestie für zu Unrecht gezahlte Sozialleistungen

Plakat mit dem Text "Beende den Job: Gesundheit sollte ein Recht sein, nicht ein Privileg" und einer Karte mit der Aufschrift "Mache niedrigere Gesundheitskosten permanent und schließe die Versorgungslücke für amerikanische Familien."

Georgien plant Amnestie für zu Unrecht gezahlte Sozialleistungen

Die georgische Regierung hat einen neuen Amnestieentwurf für zu Unrecht ausgezahlte staatliche Leistungen und Entschädigungen vorgelegt. Der Gesetzentwurf, der derzeit im Parlament beraten wird, soll etwa 252 Personen von der Rückzahlung überzahlter Gelder befreien, die sie aufgrund administrativer Verzögerungen erhalten hatten. Behördenvertreter betonen, dass die Maßnahme Bürokratie abbaue und Bürgern entlaste, die in langwierige Rechtsstreitigkeiten verwickelt sind.

Das Ministerium für Binnenvertriebene aus den besetzten Gebieten, Arbeit, Gesundheit und Soziales brachte den Entwurf ein. Er betrifft Überzahlungen, die zwischen dem 1. April 2021 und dem 1. November 2025 getätigt wurden. Solche Fehler traten häufig auf, wenn behördliche Unterlagen nicht rechtzeitig aktualisiert wurden – etwa bei verspäteter Meldung des Todes eines Leistungsempfängers oder dessen Eintritt in den öffentlichen Dienst.

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Falls das Gesetz verabschiedet wird, entfielen Rückforderungsansprüche gegen Betroffene und deren Erben. Die Gesamtkosten der Amnestie werden auf rund 600.000 Lari geschätzt. Derzeit hängen 32 damit zusammenhängende Fälle in gerichtlichen Überprüfungen fest, die nach den neuen Regelungen eingestellt würden.

Die Regierung argumentiert, die Amnestie werde die Verwaltung vereinfachen und Bürger davor bewahren, Schulden zurückzahlen zu müssen, die nicht durch ihr Verschulden entstanden seien. Leistungsempfänger, die durch keine eigene Schuld überhöhte Zahlungen erhielten, müssten dann keine rechtlichen Konsequenzen oder finanziellen Strafen mehr fürchten.

Der Gesetzentwurf wartet nun auf die parlamentarische Zustimmung. Bei einer Verabschiedung würden 252 Menschen von der Rückzahlung überzahlter Leistungen befreit. Zudem würden laufende Klagen eingestellt und künftige Streitigkeiten über ähnliche Verwaltungsfehler vermieden.

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