Georgia könnte als dritter US-Staat die Zeitumstellung abschaffen – doch nicht alle sind überzeugt
Julian HartmannGeorgia könnte als dritter US-Staat die Zeitumstellung abschaffen – doch nicht alle sind überzeugt
In Georgia debattieren Abgeordnete über einen Gesetzentwurf, der die halbjährliche Zeitumstellung beenden könnte. Der von Senator Bo Hatchett (Republikaner, Cornelia) geänderte Vorschlag sieht vor, den Bundesstaat dauerhaft auf die Atlantic Standard Time umzustellen. Befürworter argumentieren, dies würde den Alltag verbessern, während Kritiker vor ungewollten Folgen warnen.
Ursprünglich als Initiative des Repräsentantenhauses eingereicht, ergänzte Hatchett den Entwurf um die Zeitzonenänderung. Er begründete dies mit dem Wohl der Bürger, die künftig auf die saisonale Umstellung verzichten könnten. Bei einer Verabschiedung müssten die Einwohner ihre Uhren im Frühling und Herbst nicht mehr anpassen.
Neunzehn Bundesstaaten haben bereits eine ganzjährige Sommerzeit befürwortet – Georgias Ansatz ist jedoch anders. Statt die Tageslichtstunden zu verlängern, würde der Entwurf den Staat dauerhaft auf die Normalzeit festlegen. Jay Pea, Gründer der Initiative Save Standard Time, unterstützt diese Lösung und verweist auf Vorteile für den Schlaf, die psychische Gesundheit und die Produktivität. Er widerspricht der Annahme, die Sommerzeit vereinfache den Alltag oder spare Energie – ein Bericht des Cato-Instituts aus dem Jahr 2025 stellte solche Einsparungen ebenfalls infrage.
Auch der Nachbarstaat Tennessee erwägt einen ähnlichen Schritt zur dauerhaften Normalzeit. Bisher verzichten nur Hawaii und Arizona auf die Zeitumstellung, während das übrige Land in der Frage gespalten bleibt.
Der Senat von Georgia stimmte am 23. März mit 45 zu 5 Stimmen für den Entwurf. Sollte er in Kraft treten, würde der Bundesstaat zu einer kleinen Gruppe gehören, die auf die Zeitumstellung verzichtet. Nun geht es in der Debatte darum, ob der Wechsel zur Atlantic Standard Time die versprochenen Vorteile tatsächlich bringt.






