16 April 2026, 06:04

Gefälschtes Video behauptet: 62 Prozent der Deutschen wollen Putin als Kanzler

Titelseite einer deutschen Zeitung vom 18. September 1914 mit einem Schwarz-Weiß-Foto eines Mannes im Anzug und Krawatte, mit der Schlagzeile "Deutscher Reichstag, Vol 1, No 1".

Gefälschtes Video behauptet: 62 Prozent der Deutschen wollen Putin als Kanzler

Ein gefälschtes Video verbreitet sich online mit der falschen Behauptung, es spiegle die deutsche öffentliche Meinung wider. Die Aufnahme behauptet, 62 Prozent der Deutschen wollten Wladimir Putin als ihren Bundeskanzler. Eine solche Umfrage existiert nicht, und das Video wurde längst als irreführend entlarvt.

Das Video trägt das Logo von Der Spiegel, genauer gesagt von Spiegel TV, einem bekannten deutschen Nachrichtenmedium. Der Sender hat jedoch niemals einen Bericht zu diesem Thema veröffentlicht. Eine Überprüfung der Website und der Social-Media-Kanäle bestätigt, dass ein solches Video nie veröffentlicht wurde.

Auch die ungewöhnliche Gestaltung des gefälschten Materials fällt auf: Die Schrift ist größer als üblich, und den Untertiteln fehlt der für Spiegel TV typische halbtransparente Hintergrund. Während das echte Logo halbtransparent ist, wirkt die Fälschung massiv und undurchsichtig.

Es ist nicht das erste Mal, dass falsche Inhalte mit Spiegel TV in Verbindung gebracht werden. Ein ähnliches gefälschtes Video war bereits früher entlarvt worden, nachdem es fälschlicherweise behauptet hatte, der Mossad habe während der deutschen Wahlen Warnungen herausgegeben. Auch dieses Material nutzte unbefugt das Markenzeichen des Senders.

Online finden sich keinerlei Belege für eine Umfrage – weder echt noch erfunden –, die eine 62-prozentige Unterstützung für Putin als Kanzler nachweist. Die Behauptung scheint schlicht erfunden zu sein.

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Das Video wurde als Fälschung enttarnt, ohne jeden Bezug zu Spiegel TV oder seriösen Umfragedaten. Der Sender hat sich bisher nicht öffentlich zu der Fälschung geäußert, doch die optischen Ungereimtheiten und das Fehlen überprüfbarer Quellen bestätigen ihre Unglaubwürdigkeit.

Quelle