10 April 2026, 20:34

Gastronomie und Hotellerie kämpfen mit Kostenexplosion und schwacher Nachfrage

Plakat mit fetter schwarzer Schrift "Trickle-Down Economics Works Not" auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, begleitet von einem Zitat des Präsidenten Biden.

Gastronomie und Hotellerie kämpfen mit Kostenexplosion und schwacher Nachfrage

Gastronomie und Hotellerie fürchten einen harten Sommer: Steigende Kosten und schwache Konjunkturstimmung setzen der Branche zu

Die Gastronomie- und Hotelbranche stellt sich auf ein schwieriges Sommerhalbjahr ein, denn explodierende Kosten und eine gedämpfte Verbraucherstimmung belasten die Unternehmen schwer. Hohe Energiekosten, steigende Löhne und erhöhte Grundsteuern setzen die Betriebe im gesamten Sektor unter Druck.

Ab April wird die Erhöhung des Mindestlohns die Lohnkosten der Branche voraussichtlich um rund 1,4 Milliarden Pfund in die Höhe treiben. Während die Regierung betont, dass höhere Löhne die Arbeitnehmer entlasten und die Nachfrage ankurbeln, argumentieren Arbeitgeber, dass die zusätzlichen Ausgaben kaum Spielraum für Entlastungen an anderer Stelle lassen. Viele Unternehmen stehen nun vor der Wahl, Stellen abzubauen oder die Öffnungszeiten zu kürzen.

Fast zwei Drittel der Gastronomie- und Hotelbetriebe planen aufgrund der steigenden Lohnkosten und Gewerbesteuern, ihre Belegschaft zu verringern. Einige haben bereits Expansionspläne gestrichen, andere warnen, sie könnten für immer schließen müssen. Eine beträchtliche Zahl reduziert zudem die Öffnungszeiten, um die finanzielle Belastung zu bewältigen.

Wirtschaftsverbände kritisieren die Politik der Regierung als "erdrosselnd" und warnen, dass sie den Arbeitsplatzabbau beschleunigen und die Innenstädte weiter veröden lassen könnte. Die Branche bleibt eine wichtige Quelle für Einstiegsjobs, insbesondere für jüngere Arbeitnehmer – doch die steigenden Kosten gefährden diese Chancen.

Auch die Gewerbesteuern sind gestiegen, da Änderungen bei den Geschäftsabgaben die Belastung für Pubs, Restaurants und Hotels erhöhen. Angesichts nach wie vor hoher Energiekosten sehen sich viele Betreiber einer untragbaren Kombination aus Kostenfaktoren gegenüber.

Die Mischung aus höheren Löhnen, steigenden Steuern und Energiekosten zwingt die Unternehmen zu schwierigen Entscheidungen: Manche werden Stellen streichen, andere die Öffnungszeiten verkürzen, und einige werden möglicherweise ganz aufgeben müssen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich die Branche anpassen kann – oder ob weitere Schließungen drohen.

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