Fünf neue Bräuche: Deutschlands lebendiges Kulturerbe wächst weiter
Sebastian VoigtFünf neue Bräuche: Deutschlands lebendiges Kulturerbe wächst weiter
Deutschland hat fünf neue Traditionen in seine Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Zu den neuesten Eintragungen zählen Handwerkskünste, Feste und lokale Bräuche. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer und die Deutsche UNESCO-Kommission gaben die Neuerungen gemeinsam bekannt.
Einer der neu anerkannten Bräuche ist die handwerkliche Herrenschneiderei. Dieses Handwerk wird für seine Präzision und seine langjährige Bedeutung in der deutschen Mode gewürdigt. Kritiker fragen jedoch, ob es sich ausreichend von der Schneiderkunst anderer Länder abhebt.
Auch die Schaustellerkultur auf Volksfesten erhielt offizielle Anerkennung. Diese lebendige Tradition umfasst reisende Künstler, Spiele und Unterhaltung, die seit Generationen zu deutschen Feierlichkeiten gehören.
Drei weitere Bräuche wurden ebenfalls in die Liste aufgenommen: die Fischerei in der Ostsee, die für ihre einzigartigen Methoden und Gemeinschaftspraktiken bekannt ist, der Straßenfußball auf dem Bolzplatz, ein beliebter städtischer Zeitvertreib, sowie die jährlichen Laternenumzüge zum Martinsfest im Rheinland.
Mit diesen Ergänzungen steigt die Zahl der in Deutschland anerkannten Elemente des immateriellen Kulturerbes auf über 150. Die Liste soll Traditionen bewahren, die lokale Identität und Gemeinschaftsleben prägen. Die offizielle Anerkennung trägt dazu bei, dass sie auch für kommende Generationen erhalten bleiben.






