Fraunhofer IWS startet DRYplatform für revolutionäre Batterieforschung in Deutschland

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Ein Föhn und Kabel auf einer weißen Oberfläche.

Fraunhofer IWS startet DRYplatform für revolutionäre Batterieforschung in Deutschland

Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS startet DRYplatform am 3. November 2025

Am 3. November 2025 hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS die DRYplatform offiziell in Betrieb genommen. Die innovative Plattform ist ein Leuchtturmprojekt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird und darauf abzielt, die Entwicklung von Batterietechnologien zu beschleunigen sowie Deutschlands Position in den Wertschöpfungsketten der E-Mobilität zu stärken.

Die Inbetriebnahme der DRYplatform markiert einen bedeutenden Meilenstein in Deutschlands Engagement für die Spitzenforschung im Batteriebereich. Prof. Christoph Leyens, Institutsleiter des Fraunhofer IWS, betonte, dass die Plattform den Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in industrielle Anwendungen deutlich beschleunige.

Der Aufbau der DRYplatform war eine Herausforderung: Trotz Lieferkettenstörungen und steigender Energiepreise konnten über 40 Einzelbeschaffungen und Installationen erfolgreich abgeschlossen werden. Die Plattform vereint ein flexibles Trockenluft-Mehrkammersystem, Hochleistungsmischer, vernetzte Analysetechnik sowie Einheiten für Zelltests und die Endbearbeitung.

In enger Zusammenarbeit mit Partnern wie der Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle FFB schuf das Fraunhofer IWS einen nahtlosen Übergang von der Grundlagenforschung bis zur Pilotproduktion. Die DRYplatform ermöglicht die schnelle Skalierung von Material-Prozess-Eigenschafts-Beziehungen durch die Zusammenführung von Inline- und Offline-Daten in einer gemeinsamen digitalen Infrastruktur. Sie unterstützt Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Materialentwicklung über Anlagenbauer bis hin zu Zellherstellern.

Mit einer Förderung von 3,7 Millionen Euro durch das BMBF soll die DRYplatform Deutschlands strategische Bedeutung in den Wertschöpfungsketten der E-Mobilität weiter ausbauen. Sie ermöglicht Zellherstellern eine frühzeitige Nutzung, reduziert die Abhängigkeit von teuren Importen und integriert das DRYtraec-Trocknbeschichtungsverfahren in ein vollständiges System für die Produktion von Batterieelektroden. Unter der Führung des Fraunhofer IWS wird die Plattform die Innovation und das Wachstum im Batterietechnologie-Sektor maßgeblich vorantreiben.