Florida verklagt TikTok wegen mangelnden Schutzes für Kinder und Jugendliche
Charlotte RichterFlorida verklagt TikTok wegen mangelnden Schutzes für Kinder und Jugendliche
Florida verklagt TikTok wegen Verstößen gegen den Jugendschutz
Der Bundesstaat Florida hat rechtliche Schritte gegen TikTok eingeleitet und wirft der Plattform vor, gegen Vorschriften zum Schutz von Kindern verstoßen zu haben. Laut Anklage versäumt es das Unternehmen, Altersbeschränkungen durchzusetzen und täuscht Eltern über die Sicherheit der Inhalte. Behörden zufolge basiert das Geschäftsmodell der App darauf, junge Nutzer süchtig zu machen.
In der Klageschrift heißt es, TikTok ermögliche Kindern unter 14 Jahren die Erstellung von Konten – ein Verstoß gegen Floridas Gesetz zum Online-Jugendschutz, H.B. 3. Zudem werde für 15- und 16-Jährige keine elterliche Zustimmung verlangt, was ebenfalls gegen dasselbe Gesetz verstoße.
Generalstaatsanwalt Ashley Moody argumentiert, TikToks Erfolg hänge davon ab, Kinder und Jugendliche in die Plattform zu ziehen. Dem Unternehmen sei seit Jahren bekannt, welche Risiken für junge Nutzer bestehen, doch es habe nichts unternommen, um diese zu beheben. Der Abgeordnete Chip LaMarca ergänzte, Florida unterstütze Familien dabei, ihre Kinder vor den schädlichen Auswirkungen süchtig machender sozialer Medien zu schützen.
TikTok wirbt zwar damit, für Nutzer ab 13 Jahren geeignet zu sein. Die Klage wirft der App jedoch vor, Kinder regelmäßig mit erwachsenen Themen wie Sex, Drogen und Selbstverletzung zu konfrontieren. Eltern würden zudem über die Sicherheit und Eignung der für ihre Kinder zugänglichen Inhalte getäuscht.
Der Bundesstaat fordert TikTok zur Rechenschaft für die angeblichen Verstöße auf. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, könnte dies zu einer strengeren Durchsetzung der Jugendschutzgesetze führen. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen sozialer Medien auf junge Nutzer.






