30 May 2026, 18:01

FDP wählt Kubicki zum neuen Chef – kann er die Partei retten?

FDP startet Bundesparteitag mit Vorstandswahlen in Berlin

FDP wählt Kubicki zum neuen Chef – kann er die Partei retten?

Die Freie Demokratische Partei (FDP) hat am Samstag in Berlin ihren Bundesparteitag eröffnet. Die Zusammenkunft findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem die Partei die schwerste Krise ihrer Geschichte durchlebt: Im Februar 2023 verlor sie bei der Bundestagswahl alle Mandate, nachdem sie an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert war.

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Die Probleme der FDP beschränken sich jedoch nicht auf die Bundespolitik. Bereits im März 2023 flog die Partei auch aus den Landtagen von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Das Vertrauen in der Bevölkerung bleibt gering – eine aktuelle Forsa-Umfrage zeigt, dass rund zwei Drittel der Befragten zweifeln, ob die FDP selbst unter neuer Führung die Fünf-Prozent-Marke überwinden kann.

Wolfgang Kubicki, ehemaliger Bundestagsvizpräsident, soll nun zum neuen Bundesvorsitzenden gewählt werden. Seine Kandidatur bleibt ohne Gegenkandidaten, nachdem Henning Höne, FDP-Landeschef in Nordrhein-Westfalen, seine Bewerbung zurückgezogen hat. Stattdessen wird Höne erneut für den Posten des stellvertretenden Vorsitzenden kandidieren und vermeidet so eine direkte Konkurrenz zu Kubicki.

Der Führungswechsel folgt auf monatelange Rückschläge. Die schlechten Wahlergebnisse und der anhaltende Bedeutungsverlust zwingen die Partei, nach Wegen zu suchen, um in der deutschen Politik wieder an Einfluss zu gewinnen.

Kubickis Wahl zum Vorsitzenden markiert eine Neuausrichtung der FDP. Die Partei steht nun vor der Aufgabe, ihren schwindenden Rückhalt zu stabilisieren und ihre Position vor künftigen Wahlen neu aufzubauen. Ohne eine deutliche Wende bleibt ihre Rückkehr in den Bundestag ungewiss.

Quelle