FDP-Chef Höne attackiert Merz zum Koalitionsjubiläum und kandidiert für Parteivorsitz
Sebastian VoigtFDP-Chef Höne attackiert Merz zum Koalitionsjubiläum und kandidiert für Parteivorsitz
Henning Höne, Landesvorsitzender der FDP in Nordrhein-Westfalen, hat Bundeskanzler Friedrich Merz zum ersten Jahrestag der schwarz-roten Koalition scharf kritisiert. Seine Äußerungen fielen zusammen mit der Ankündigung seiner eigenen Kandidatur für den Parteivorsitz auf dem anstehenden Parteitag Ende Mai.
Höne warf Merz vor, die im Wahlkampf gemachten Versprechen für eine marktwirtschaftliche Politik nicht eingelöst zu haben. Stattdessen verfolge der Kanzler eine Linie, die eher der der Sozialdemokraten entspreche, so der FDP-Politiker. Höne bezeichnete Merzs erstes Amtsjahr als „außerordentlich schwach“ und mahnte die Regierung zu mehr Selbstkritik.
Als größtes Problemfeld unter der aktuellen Führung nannte er die wirtschaftliche Lage des Landes. Laut Höne habe die Koalition schneller an Rückhalt in der Bevölkerung verloren als die vorherige Ampelregierung, die aus FDP, Grünen und SPD bestand.
Neben der Kritik forderte Höne dringendes Handeln bei blockierten Reformvorhaben. Verzögerungen und Vernachlässigung hätten zentrale Fragen verschärft und die Regierung unvorbereitet auf drängende Herausforderungen zurückgelassen.
Über Hönes Kandidatur für den Parteivorsitz wird auf dem FDP-Bundesparteitag Ende Mai entschieden. Seine Kritik unterstreicht die wachsenden Spannungen innerhalb der Koalition in Sachen Wirtschaftspolitik und Reformen. Der Ausgang seines Vorhabens könnte die Ausrichtung der Partei in den kommenden Monaten prägen.






