Mumbai bestraft Tausende Läden wegen fehlender Marathi-Schrift auf Schildern
Julian HartmannMumbai bestraft Tausende Läden wegen fehlender Marathi-Schrift auf Schildern
Die Stadtverwaltung von Mumbai (Brihanmumbai Municipal Corporation, BMC) hat Tausende Läden und Unternehmen sanktioniert, die ihre Schilder nicht in der vorgeschriebenen Marathi-Schrift (Devnagari) anbringen. Zwischen November 2023 und März 2026 wurden über 3.700 Betriebe aufgrund eines Landesgesetzes und einer Anweisung des Obersten Gerichtshofs mit Strafen belegt. Kritiker aus der Politik halten die Maßnahmen jedoch für zu lasch.
Zwischen dem 28. November 2023 und dem 31. März 2026 prüfte die Abteilung für Läden und Gewerbebetriebe der BMC insgesamt 158.116 gewerbliche Immobilien in Mumbai. Bei 5.020 davon fehlten die Pflichtschilder in Marathi. Gegen 3.774 Verstöße wurden Verfahren eingeleitet, die zu Bußgeldern in Höhe von insgesamt 19,1 Millionen Rupien (rund 1,91 Crore Rupien) führten.
Um ihre Fälle zu bereinigen, zahlten 981 Betriebe eine Vergleichsgebühr von 9,9 Millionen Rupien (99,28 Lakhs) und brachten ihre Schilder innerhalb der achttägigen Frist in Ordnung. Weitere 3.114 Fälle wurden geregelt, doch gegen die verbleibenden Verstöße laufen nun Vorbereitungen für juristische Schritte.
Die regionalistische Partei Maharashtra Navnirman Sena (MNS) kritisierte die Bemühungen der BMC als unzureichend. Yashwant Killedar, Fraktionsvorsitzender der MNS im Stadtrat, forderte eine strengere Durchsetzung der Vorschriften sowie die Einstellung zusätzlichen Personals, um die Einhaltung des Gesetzes zu gewährleisten.
Die Kontrollen der BMC haben zwar zu Bußgeldern und Nachbesserungen bei Tausenden Betrieben geführt, doch da viele Fälle noch offen sind, wächst der Druck auf schärfere Überwachung. Die Pflicht zu Marathi-Beschilderung bleibt weiterhin sowohl durch Landesrecht als auch durch ein Urteil des Obersten Gerichtshofs in Kraft.






