Mumbais 11-Millionen-Euro-Krankenhausreinigung scheitert an Monopolvorwürfen und Verfahrensfehlern
Julian HartmannMumbais 11-Millionen-Euro-Krankenhausreinigung scheitert an Monopolvorwürfen und Verfahrensfehlern
Pläne für einen 101-Crores-Rupien-Großauftrag zur Reinigung von acht großen städtischen Krankenhäusern in Mumbai scheitern
Ein Vorhaben der Stadtverwaltung Mumbai, die Reinigungsdienste in acht großen kommunalen Krankenhäusern an ein einziges Unternehmen für 101 Crores Rupien (rund 11 Millionen Euro) zu vergeben, ist vorerst gescheitert. Der Ständige Ausschuss der Brihanmumbai Municipal Corporation (BMC) lehnte den Vorschlag ab – mit Verweis auf Bedenken wegen einer möglichen Monopolbildung und Verstöße gegen das Vergabeverfahren. Besonders brisant: In einigen Krankenhäusern waren die Arbeiten bereits vor der offiziellen Genehmigung aufgenommen worden, was zusätzliche Fragen aufwirft.
Der Auftrag im Wert von 101 Crores Rupien sollte die Reinigungsdienste aller acht Einrichtungen an das Unternehmen M/s Aura FMS Pvt. Ltd. übertragen. Doch Abgeordnete verschiedener Parteien widersprachen dem Vorhaben vehement und warnten vor einer Monopolisierung lebenswichtiger Dienstleistungen. Ganesh Khankar, Fraktionsvorsitzender im Ausschuss, betonte, dass eine solche Konzentration essenzieller Verträge in den Händen eines einzigen Anbieters riskant sei.
Bereits zuvor hatte der BJP-Abgeordnete Mihir Kotecha die Ausschreibung für Haushaltsdienste stoppen lassen und einen Betrugsfall in Höhe von 45 Crores Rupien angeprangert. Er forderte eine Untersuchung zur möglichen Verstrickung hochrangiger Beamter in den Vergabeprozess. Diese Vorwürfe kamen nun im Ausschuss erneut zur Sprache – mit dem Vorwurf möglicher Absprachen zwischen Behördenvertretern und Auftragnehmern.
Prabhakar Shinde, Vorsitzender des Ständigen Ausschusses, übt scharfe Kritik daran, dass in einigen Krankenhäusern bereits mit den Reinigungsarbeiten begonnen wurde, noch bevor der Antrag offiziell genehmigt war. Er ordnete eine Prüfung an, wie es dazu kommen konnte, und wies die Verantwortlichen an, den Ausschuss nicht zu ignorieren. Der Vorschlag wurde schließlich an die Verwaltung zurückverwiesen, um ihn neu zu bewerten.
Die Ablehnung des Vertragsentwurfs zwingt die BMC nun, ihre Strategie für die Krankenhausreinigung grundlegend zu überdenken. Eine Untersuchung soll klären, wer für die Verfahrenverstöße und den vorzeitigen Arbeitsbeginn verantwortlich ist. Die Ergebnisse werden entscheiden, ob das Ausschreibungsverfahren überarbeitet oder neu aufgelegt wird.






