FCC genehmigt umstrittene Nexstar-Tegna-Fusion trotz Klagen und Kritik
Die Medienabteilung der FCC hat die Fusion zwischen Nexstar und Tegna genehmigt – ein Deal, der die größte lokale Fernsehgruppe in der Geschichte der USA schaffen würde. Die Entscheidung fiel nur Stunden, nachdem mehrere Klagen eingereicht worden waren, um die Übernahme zu blockieren. Kritiker, darunter einflussreiche Senatoren und Branchenkonkurrenten, stellen den Genehmigungsprozess infrage, insbesondere die fehlende Abstimmung des gesamten Gremiums.
Die Fusion wurde ohne Beschluss der vollständigen Federal Communications Commission (FCC) freigegeben. Stattdessen erteilte die Medienabteilung die Genehmigung – ein Vorgehen, das die Vorsitzenden des Handelsausschusses des Senats, Ted Cruz (Republikaner, Texas) und Maria Cantwell (Demokratin, Washington), als unangemessen für eine Transaktion dieses Ausmaßes bezeichneten. Auch Anna Gomez, die einzige demokratische Kommissarin der FCC, unterstützte die Bedenken der Senatoren.
Newsmax, DirecTV sowie ein Bündnis aus Breitband- und Kabelanbietern reichten umgehend Klagen beim Bundesberufungsgericht in Washington ein. Ihre rechtlichen Schritte führten zu einer einstweiligen Verfügung, die Nexstar vorerst bis mindestens zum 7. April daran hindert, die Vermögenswerte von Tegna zu integrieren. Die FCC hingegen hält an ihrer Entscheidung fest und verteidigt sowohl die Genehmigung als auch die Ausnahmegenehmigung, die es Nexstar ermöglicht, die geltenden Grenzen für Medienbesitz zu überschreiten.
Falls die Fusion vollzogen wird, würde das fusionierte Unternehmen fast 80 Prozent aller US-Fernsehhaushalte erreichen. Doch die rechtlichen Herausforderungen und die regulatorische Prüfung haben bereits Auswirkungen gezeigt: Der Aktienkurs von Nexstar sinkt seit der Ankündigung kontinuierlich.
Die Genehmigung der FCC hat umgehenden Widerstand ausgelöst. Klagen und eine gerichtlich angeordnete Verzögerung stoppen die Integrationspläne vorerst. Das weitere Vorgehen wird entscheiden, ob der Deal umgesetzt wird und die US-Medienlandschaft neu geordnet – oder ob weitere juristische und regulatorische Hürden folgen.






