FBI-Akte enthüllt: Das zwiespältige Leben des Apple-Gründers Steve Jobs
Julian HartmannFBI-Akte enthüllt: Das zwiespältige Leben des Apple-Gründers Steve Jobs
Das FBI erstellte 1991 im Rahmen einer Überprüfung seiner Person eine 191-seitige Akte über Steve Jobs. Das Dokument wurde 2012 öffentlich zugänglich gemacht und enthüllte Details aus seinem privaten und beruflichen Leben, darunter Aussagen von mindestens 29 Personen aus seinem Umfeld.
Während der Ermittlungen sprachen die Beamten mit Kollegen, Nachbarn und Bekannten. Einige äußerten Bedenken hinsichtlich Jobs’ Ehrlichkeit und beschrieben seine Neigung, die Realität zu verzerren – ein Verhalten, das ehemalige Apple-Mitarbeiter als „Realitätsverzerrungsfeld“ bezeichneten. Andere, wie etwa seine Nachbarn, schilderten ihn hingegen als rücksichtsvollen Menschen und leidenschaftlichen Jogger.
Jobs selbst bestritt, jemals Ziel einer Erpressung gewesen zu sein. Zudem gab er an, seit fünf Jahren keine illegalen Drogen mehr konsumiert zu haben. In der Akte wurde auch eine Bombendrohung aus dem Jahr 1985 vermerkt, die sich gegen Wohngebäude von Apple richtete.
Neben persönlichen Aspekten hob das Dokument auch Jobs’ öffentliches Engagement hervor. So gehörte er dem Exportrat von Präsident George H.W. Bush an, eine Position, die er bis zur Auflösung des Gremiums im September 1991 innehatte.
Die 191-seitige Akte zeichnet ein zwiespältiges Bild von Jobs’ Charakter und Karriere. Sie vereint sowohl Kritik als auch Lob von Menschen, die ihn kannten, und bleibt ein historisches Zeugnis über eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der Technologiebranche.






