Pennsylvania reformiert Rechenzentren: Transparenz und lokale Kontrolle im Fokus
Sebastian VoigtPennsylvania reformiert Rechenzentren: Transparenz und lokale Kontrolle im Fokus
Pennsylvanias Abgeordnete treiben während der Haushaltsberatungen Gesetzesvorhaben zu Rechenzentren voran. Drei Gesetzentwürfe mit Bezug zur Branche haben mit überparteilicher Unterstützung die Ausschussphase passiert. Die Initiativen zielen darauf ab, Transparenz, lokale Kontrollmöglichkeiten und Zertifizierungsstandards für Rechenzentren zu regeln.
Der Abgeordnete Joseph Ciresi brachte einen Entwurf ein, der Regierungsbehörden verbieten soll, im Zusammenhang mit Rechenzentren Geheimhaltungsvereinbarungen zu unterzeichnen. Damit soll die Transparenz bei Verträgen über solche Einrichtungen erhöht werden.
Der demokratische Abgeordnete Joe Webster schlug ein weiteres Gesetz vor, das die GRID-Standards rechtlich verankern würde. Diese Standards legen Wert auf bezahlbare Energie, Transparenz, Bürgerbeteiligung, Arbeitskräfteentwicklung und Umweltschutz. Der Entwurf sieht zudem vor, dass Rechenzentren strenge Zertifizierungskriterien erfüllen müssen, um steuerliche Vergünstigungen des Bundesstaats zu erhalten.
Der Ausschuss für lokale Regierung billigte ein Gesetz, das Gemeinden ermöglicht, Anträge für Rechenzentren für 180 Tage auszusetzen. Damit sollen lokale Behörden Zeit erhalten, neue Verordnungen auszuarbeiten. Unterdessen wurde ein Änderungsantrag des Abgeordneten Thomas Kutz, der die Abschaffung der Umsatzsteuerbefreiung für Rechenzentren vorsah, entlang der Parteigrenzen vertagt.
Eine demokratische Ergänzung, die zusätzliche Schutzbestimmungen für Gemeinden an die Umsatz- und Verbrauchssteuerbefreiung knüpft, wurde mit fast einstimmiger Zustimmung angenommen. Einziger Gegenstimme war der republikanische Abgeordnete Eric Nelson.
Die drei Gesetzentwürfe gehen nun zur weiteren Beratung an das gesamte Repräsentantenhaus. Wann sie debattiert oder abgestimmt werden, steht noch nicht fest. Die Vorlagen spiegeln die anhaltenden Bemühungen wider, wirtschaftliche Anreize mit lokalen und ökologischen Belangen in Einklang zu bringen.






