Ex-Feuerwehrchefin verklagt Bürgermeisterin nach Palisades-Feuer-Drama
Sebastian VoigtEx-Feuerwehrchefin verklagt Bürgermeisterin nach Palisades-Feuer-Drama
Die ehemalige Feuerwehrchefin von Los Angeles, Kristin Crowley, hat Klage gegen Bürgermeisterin Karen Bass eingereicht. Sie wirft der Bürgermeisterin vor, nach ihren öffentlichen Äußerungen zu Haushaltskürzungen eine „Kampagne der Vergeltung“ gegen sie gestartet zu haben. Der Konflikt entstand im Nachgang des verheerenden Palisades-Feuers im Jahr 2025.
Das Palisades-Feuer gehörte zu den schwersten Bränden der jüngeren Geschichte. Es verwüstete fast 9.500 Hektar Land, forderte 12 Menschenleben und zerstörte Tausende Wohnhäuser und Unternehmen. Kurz nach der Katastrophe wurde Crowley als Feuerwehrchefin abberufen.
Im Februar 2025 degradierte Bürgermeisterin Bass Crowley mit der Begründung, sie habe sich geweigert, einen Einsatznachbericht zu erstellen, und angeblich 1.000 Feuerwehrleute nach Hause geschickt. Crowley weist beide Vorwürfe zurück. Sie betont, sie habe lediglich Empfehlungen zur optimalen Nutzung der Ressourcen für den Bericht gegeben und keine Einsatzkräfte wegen Budgetmangels oder Ausrüstungsengpässen abziehen lassen.
Der Stadtrat von Los Angeles hat nun einen Vertrag über 500.000 US-Dollar mit der Kanzlei Coblentz Patch Duffy & Bass LLP genehmigt. Diese soll die Stadt für die nächsten drei Jahre als externe Rechtsvertretung gegen Crowleys Klage verteidigen. Yusef Robb, ein hochrangiger Berater von Bürgermeisterin Bass, bezeichnete die rechtlichen Schritte als „grundlos“.
Crowley war bereits mehrfach vor Einreichung der Klage degradiert worden. Zum Zeitpunkt der Klageerhebung hatte sie die Position einer stellvertretenden Feuerwehrchefin inne. Der Fall wird nun mit privaten Anwälten als Vertretern der Stadt weiterverfolgt.






