Ex-CSRC-Vize Wang Jianjun wegen Korruption vor Gericht
Wang Jianjun, ehemaliger Vizevorsitzender der chinesischen Wertpapieraufsichtsbehörde (China Securities Regulatory Commission, CSRC), muss sich nun wegen Bestechungsvorwürfen vor Gericht verantworten. Die Behörden hatten ihn im Mai 2025 von seinem Posten enthoben, nachdem eine Untersuchung schwere Verfehlungen während seiner Amtszeit aufgedeckt hatte.
Das Verfahren begann im April 2025, als gegen Wang wegen des Verdachts auf Verstöße gegen die Parteidisziplin und das Gesetz ermittelt wurde. Seine Absetzung von der CSRC erfolgte einen Monat später, am 21. Mai.
Laut Anklage soll Wang in seinen verschiedenen Führungspositionen innerhalb der Behörde große Schmiergeldzahlungen angenommen haben. Dazu zählten seine Tätigkeiten als stellvertretender Direktor des CSRC-Büros in Yunnan, als stellvertretender Leiter des Generalsekretariats sowie als Direktor der Abteilung für Marktregulierung. Die Ermittler fanden zudem Belege dafür, dass er seine Amtsgewalt missbraucht hatte, um persönliche Vorteile zu erlangen.
Nach chinesischem Recht drohen Wang für diese Taten strafrechtliche Konsequenzen. Die Anklageerhebung markiert den jüngsten Schritt in einem Fall, der die Korruptionsrisiken innerhalb der Finanzaufsichtsbehörden ins Rampenlicht rückt.
Im Prozess wird über Wangs rechtliche Verantwortung für die Bestechungsvorwürfe entschieden. Seine Entlassung und die anschließende Strafverfolgung unterstreichen die anhaltenden Bemühungen, Korruption im chinesischen Regulierungssystem zu bekämpfen. Das Urteil könnte Präzedenzcharakter für ähnliche Fälle in der Zukunft haben.






