Europas erste Magnetkühlanlage für Wasserstoffverflüssigung beginnt den Betrieb in Dresden

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Zwei Coke-Verkaufsautomaten an einer Wand.

Europas erste Magnetkühlanlage für Wasserstoffverflüssigung beginnt den Betrieb in Dresden

Europas erste magnetische Kälteanlage zur Verflüssigung von Wasserstoff hat in Dresden ihren Betrieb aufgenommen. Die innovative Pilotanlage verspricht erhebliche Energieeinsparungen im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren. Die Anlage nutzt den magnetokalorischen Effekt, mit dem Wasserstoff nach einer Vorkühlung mit flüssigem Stickstoff auf eisige -253 °C abgekühlt werden kann. Dieses Verfahren ist bis zu 50 % effizienter als aktuelle kompressorbasierte Systeme und könnte die Verflüssigungskosten auf weniger als 1,50 Euro pro Kilogramm Wasserstoff senken. Die Anlage entstand in Zusammenarbeit zwischen dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) und dem Unternehmen Magnotherm. Langfristig soll sie täglich 5.000 Kilogramm flüssigen Wasserstoff produzieren, aktuell liegt das Ziel bei einer anfänglichen Ausbeute von 100 Kilogramm pro Tag. Das EU-Projekt HyLICAL unterstützt dieses Vorhaben und arbeitet daran, die magnetische Kühltechnologie von Labortests in die praktische Anwendung zu überführen. Die Anlage wurde von Dr. Tino Gottschall vom HZDR und Thomas Platte von Magnotherm in einem gemeinsamen Labor auf dem Rossendorfer Campus eingerichtet. Seit 2023 arbeiten die Partner daran, die Effizienz zu steigern und die Produktion auszubauen. Der Start der ersten europäischen magnetischen Kälteanlage zur Wasserstoffverflüssigung in Dresden markiert einen bedeutenden Schritt hin zu einer effizienteren und kostengünstigeren Wasserstoffproduktion. Mit der Unterstützung des HyLICAL-Projekts könnte diese Technologie die Wasserstoffbranche revolutionieren und den Weg für sauberere Energielösungen ebnen.