17 June 2026, 19:42

EU verschärft Abschieberegeln: Neue Rückführungsverordnung verabschiedet

"Das Zeitalter der Willkommenskultur ist vorbei" - EU-Parlament billigt Meilenstein-Gesetz zur Abschiebung

EU verschärft Abschieberegeln: Neue Rückführungsverordnung verabschiedet

Das Europäische Parlament hat die Rückführungsverordnung verabschiedet, um die Abschieberegeln in der gesamten EU zu vereinheitlichen. Die neue Richtlinie zielt darauf ab, die Bearbeitung abgelehnter Asylbewerber und illegaler Migranten zu verbessern. Sie wurde am Mittwoch mit einer deutlichen Mehrheit angenommen.

Die Richtlinie führt mehrere zentrale Änderungen in der EU-Migrationspolitik ein. Sie ermöglicht die gegenseitige Anerkennung von Abschiebebeschlüssen zwischen den Mitgliedstaaten und sorgt so für eine schnellere und einheitlichere Durchsetzung. Zudem werden Rückführungszentren in Drittstaaten für Migranten eingerichtet, die auf ihre Abschiebung warten.

Die Haftdauer für Abschiebehäftlinge kann in bestimmten Fällen nun bis zu 24 Monate betragen. Darüber hinaus verhängt die Richtlinie längere und potenziell unbegrenzte Einreiseverbote für Migranten, die als Sicherheitsrisiko eingestuft werden. Diese Maßnahmen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem derzeit nur etwa 25 Prozent der abgelehnten Asylbewerber aus der EU abgeschoben werden.

Der Europaabgeordnete Charlie Weimers spielte eine führende Rolle bei der Ausarbeitung der Richtlinie. Die Rückführungsverordnung tritt offiziell am 1. Juli 2027 in Kraft und gibt den EU-Ländern ein Jahr Zeit, sich auf die Umsetzung vorzubereiten.

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Die Richtlinie wurde mit 418 Stimmen bei 218 Gegenstimmen verabschiedet. Sie soll Rückführungsverfahren harmonisieren und die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten stärken. Die Änderungen werden nach einer Vorbereitungsphase Mitte 2027 vollumfänglich in Kraft treten.

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