ESA fordert 22 Milliarden Euro für die Zukunft der europäischen Raumfahrt

Admin User
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Eine Szene mit Wasser, Booten, Gebäuden, Strommasten und Himmel.

ESA-Chef will einen deutlich höheren Raumetat vorschlagen - ESA fordert 22 Milliarden Euro für die Zukunft der europäischen Raumfahrt

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) plant, für die kommenden drei Jahre einen deutlichen Haushaltsanstieg vorzuschlagen. Generaldirektor Josef Aschbacher wird auf der anstehenden ESA-Ministerratstagung in Bremen ein Budget von 22 Milliarden Euro vorlegen – ein erheblicher Anstieg um 17 Prozent gegenüber dem vorherigen Haushalt. Die deutsche Delegation bei dem Treffen wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz sowie dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) angeführt.

Die globale Raumfahrtwirtschaft hat derzeit ein Volumen von rund 600 Milliarden US-Dollar und soll bis 2035 auf 1,8 Billionen Dollar anwachsen, was einem jährlichen Wachstum von etwa 10 Prozent entspricht. Die ESA, die die Entwicklung der europäischen Raumfahrtaktivitäten koordiniert und fördert, spielt dabei eine zentrale Rolle. Der Haushalt der Behörde wird gemeinsam von ihren 22 Mitgliedstaaten finanziert.

Raumfahrttechnologie ist längst fest in unseren Alltag integriert und prägt etwa Navigationssysteme und Telekommunikation. So stammen 80 Prozent der Daten, die für tägliche Wettervorhersagen und Klimaprognosen genutzt werden, von Satelliten. Noch unbekannt ist jedoch, welches Regierungsmitglied die deutsche Delegation auf der ESA-Ministerratstagung am 26. und 27. November 2023 in Bremen leiten wird.

Das vorgeschlagene Budget von 22 Milliarden Euro für die ESA unterstreicht die wachsende Bedeutung und das Potenzial der Raumfahrtbranche. Während die globale Raumfahrtwirtschaft weiter expandiert, will Europa seine Position in diesem Sektor stärken. Die anstehende ESA-Ministerratstagung in Bremen wird ein entscheidender Schritt sein, um die europäischen Raumfahrtaktivitäten der nächsten drei Jahre zu gestalten.