Elizabeth Warren zweifelt an der Krypto-Aufsichtskompetenz der CFTC
Die US-Senatorin Elizabeth Warren hat Bedenken hinsichtlich der Fähigkeit der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) geäußert, die Kryptowährungsmärkte wirksam zu überwachen. In einem Schreiben an CFTC-Chef Michael Selig stellte sie die Frage, ob die Behörde über ausreichend Personal und Ressourcen verfügt, um erweiterte Aufgaben zu bewältigen.
Die Anfrage erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Kongress über neue Gesetze diskutiert, die der CFTC größere Befugnisse bei der Regulierung von Krypto- und Prognosemärkten einräumen könnten.
Warren verwies auf einen Rückgang der Belegschaft der CFTC um 25 Prozent in den letzten Jahren. Sie warnte, dass Haushaltskürzungen und eine schwächere Durchsetzung der Vorschriften die Behörde überfordern könnten, falls ihr Aufgabenbereich ausgedehnt wird. In ihrem Schreiben kritisierte sie zudem die Entscheidung der CFTC, ein Urteil aus dem Jahr 2022 gegen das Krypto-Unternehmen Gemini aufzuheben.
Die Senatorin forderte detaillierte Unterlagen zu Personalumstrukturierungen sowie zur Kommunikation mit Marktteilnehmern an. Zudem fragte sie, wie die Behörde die Rechtsdurchsetzung und interne Entscheidungsprozesse unter einem erweiterten Aufsichtsmandat handhaben wolle. Das Schreiben bezog sich auch auf anhaltende Streitigkeiten zwischen der CFTC und Landesaufsichtsbehörden über den Betrieb von Prognosemärkten.
Aktuell prüft der Kongress Gesetzesvorhaben, die die Rolle der CFTC bei der Regulierung digitaler Vermögenswerte ausweiten würden. Warrens Fragen zielen darauf ab, ob die Behörde diese neuen Aufgaben ohne zusätzliche Mittel oder Personal bewältigen kann.
Mit ihrem Schreiben setzt die Senatorin die CFTC unter Druck, ihre Vorbereitung auf eine umfassendere Krypto-Aufsicht zu erläutern. Gleichzeitig lenkt sie die Aufmerksamkeit auf Personalengpässe und frühere Durchsetzungsentscheidungen. Die Antwort der Behörde könnte Einfluss darauf haben, wie der Kongress künftige Regulierungen gestaltet.






