Elizabeth Warren stellt Elon Musk wegen X Money zur Rede – drohen regulatorische Skandale?
Sebastian VoigtElizabeth Warren stellt Elon Musk wegen X Money zur Rede – drohen regulatorische Skandale?
Die Senatorin Elizabeth Warren hat von Elon Musk Antworten zur Einführung von X Money, einer neuen Zahlungsplattform, gefordert. In einem offiziellen Schreiben äußerte sie Bedenken hinsichtlich möglicher Interessenkonflikte, regulatorischer Aufsicht und des Umgangs der Plattform mit finanziellen Risiken. Warren warf zudem die Frage auf, ob Musk seinen politischen Einfluss genutzt habe, um Regelungen zu seinen Gunsten und denen seines Unternehmens zu gestalten.
In ihrem Brief warf Warren Musk vor, Verbraucherschutzbestimmungen abgeschwächt zu haben, die eigentlich für X Money gelten sollten. Sie verwies dabei auf den Abbau von Kontrollstrukturen, darunter das Consumer Financial Protection Bureau (CFPB) – eine Behörde, an deren Gründung sie maßgeblich beteiligt war. Im ursprünglichen Rahmen hätte das CFPB direkte Aufsichtsbefugnisse über digitale Geldbörsen wie X Money besessen.
Die Senatorin fragte zudem, ob Musk oder seine Vertrauten während der Umstrukturierung der Behörde auf vertrauliche CFPB-Daten von Konkurrenten zugegriffen hätten. Sie deutete dies als möglichen Fall von regulatorischer Vetternwirtschaft, insbesondere vor dem Hintergrund, dass Musk als hochrangiger Berater des früheren Präsidenten Donald Trump fungierte, während X Money entwickelt wurde.
Weitere Fragen betrafen Lobbying-Aktivitäten. Warren drängte Musk zu erklären, ob er oder seine Vertreter sich für den GENIUS Act eingesetzt hätten, der Ausnahmen schafft, die es privaten Unternehmen wie X ermöglichen, Stablecoins ohne die für traditionelle Banken erforderlichen Genehmigungen auszugeben. Zudem forderte sie Klarheit darüber, ob X Money Kryptowährungen direkt integrieren werde – insbesondere nach der jüngsten Einführung sogenannter Smart Cashtags für den Handel mit Aktien und Krypto.
Warren verwies auf frühere Kontroversen unter Musks Führung, darunter das Versagen von X, sanktionierte Personen zu blockieren, sowie die Bereitstellung von Plattformen für Spendenkampagnen paramilitärischer Gruppen. Sie setzte Musk eine Frist bis zum 21. April 2026 für schriftliche Stellungnahmen.
X Money befindet sich seit dem vergangenen Jahr in einer begrenzten Betaphase, gestützt auf eine Partnerschaft mit Visa. Der öffentliche Zugang soll noch in diesem Monat schrittweise freigegeben werden.
Mit ihrem Schreiben setzt Warren Musk unter Druck, die Einhaltung finanzieller Vorschriften durch X Money zu erklären. Ihre Forderungen umfassen Lobbyingtätigkeiten, Datensicherheit sowie den Umgang der Plattform mit der Integration von Kryptowährungen. Musk muss die aufgeworfenen Fragen nun innerhalb der gesetzten Frist schriftlich beantworten.






