27 April 2026, 21:06

Doug Ford entschuldigt sich nach hitzigem Streit mit liberaler Abgeordnete

Ein Mann in Anzug und Krawatte spricht in ein Mikrofon an einem Podium mit Bannern im Hintergrund.

Doug Ford entschuldigt sich nach hitzigem Streit mit liberaler Abgeordnete

Ontarios Ministerpräsident Doug Ford hat sich bei der liberalen Abgeordneten Stephanie Smyth für einen hitzigen Wortwechsel im Parlament entschuldigt. Der Streit begann, als Smyth Ford zu geplanten Änderungen im Informationsfreiheitsgesetz befragte. Seine erste Reaktion umfasste persönliche Angriffe auf ihren beruflichen Ruf, was Kritik von Politikern aller Lager auslöste.

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Die Entschuldigung erfolgte während eines kurzen Telefonats am Wochenende, die Smyth später annahm – trotz einer ungewöhnlichen Detail: wie Ford sie erreicht hatte.

Der Konflikt entzündete sich im Plenarsaal, wo Smyth – Abgeordnete in ihrer ersten Amtszeit für den Wahlkreis Toronto-St. Paul's – Ford zu Transparenzreformen drängte. Statt auf ihre Bedenken einzugehen, griff der Ministerpräsident jedoch ihre Glaubwürdigkeit an. Seine Äußerungen lösten umgehende Empörung aus, darunter von der ehemaligen bundesweiten konservativen Ministerin Lisa Raitt, die sie als "gemein" und "empörend" bezeichnete. Raitt forderte Ford öffentlich auf, seine Aussagen zurückzunehmen und sich zu entschuldigen.

Am Samstagabend rief Ford Smyth an, um sich zu entschuldigen. Das Gespräch dauerte etwa fünf Minuten, in denen er einräumte, dass seine Bemerkungen unangemessen gewesen seien. Smyth bestätigte, die Entschuldigung angenommen zu haben, wies aber auf eine kurieuse Wendung hin: Ford hatte zunächst ihre alte Telefonnummer bei CP24 gewählt – ein Detail, das sie als "höchst ironisch" bezeichnete.

Fords Büro weigerte sich seitdem, weitere Stellungnahmen abzugeben, sodass die genauen Umstände der Entschuldigung zwischen den beiden Politikern privat bleiben.

Der Vorfall stellt eine seltene öffentliche Entschuldigung des Premiers dar, auch wenn sein Büro keine weiteren Erläuterungen lieferte. Smyths Annahme der Entschuldigung beendet zwar den unmittelbaren Konflikt, doch die Auseinandersetzung hat bereits Aufmerksamkeit auf den Ton politischer Debatten in Ontario gelenkt. Die Episode unterstreicht zudem die anhaltende Kritik an Fords Umgang mit der parlamentarischen Opposition.

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