Deutschland plant Milliardeninvestitionen in Bahnstrecken nach Polen und Tschechien
Sebastian VoigtDeutschland plant Milliardeninvestitionen in Bahnstrecken nach Polen und Tschechien
Deutschland will seine Schienenverbindungen mit Osteuropa ausbauen. Friedrich Merz, Vorsitzender der Christlich Demokratischen Union (CDU), hat die Notwendigkeit besserer Anbindungen an Polen und Tschechien betont. Beide Nachbarregierungen hatten in jüngsten Gesprächen ebenfalls auf Verbesserungen gedrängt.
Merz erklärte kürzlich, Deutschland habe ein "starkes strategisches Interesse" daran, die Eisenbahnstrecken in Richtung Osten zu modernisieren. Er bestätigte, dass das Thema in den kommenden Kabinettssitzungen erneut aufgegriffen werde. Seine Äußerungen folgen Gesprächen mit polnischen und tschechischen Vertretern, die sich besorgt über den aktuellen Zustand der Infrastruktur geäußert hatten.
Unterdessen traf Bundeskanzler Olaf Scholz mit den Ministerpräsidenten der ostdeutschen Bundesländer zusammen, um über die wirtschaftliche Entwicklung der Region zu beraten. Konkrete Beschlüsse wurden zwar nicht bekannt gegeben, doch ein vorgeschlagenes Projekt sieht den zweigleisigen Ausbau und die Elektrifizierung der 30,4 Kilometer langen Strecke zwischen Passow (Uckermark) und der polnischen Grenze vor. Dieser Abschnitt, der zur Verbindung Berlin–Stettin gehört, soll bis Ende 2027 fertiggestellt werden.
Bisherige Berichte lassen jedoch noch offen, wie sich die weiteren Diskussionen über Schienenverbesserungen auf andere seit 2020 geplante Infrastrukturprojekte zwischen Deutschland und Polen auswirken werden.
Der Vorstoß für bessere Bahnverbindungen kommt zu einer Zeit, in der die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu Osteuropa zunehmend an Bedeutung gewinnen. Sollten die Modernisierungen – wie etwa die Strecke Berlin–Stettin – genehmigt werden, könnten sie den grenzüberschreitenden Reise- und Güterverkehr deutlich verbessern. Nähere Einzelheiten werden erwartet, sobald die Kabinettsberatungen stattgefunden haben.






