Deutsche Politiker fordern mehr Kontrolle über mächtige KI-Systeme nach US-Beschränkungen
Julian HartmannDeutsche Politiker fordern mehr Kontrolle über mächtige KI-Systeme nach US-Beschränkungen
Deutsche Politiker haben Bedenken hinsichtlich der Kontrolle fortschrittlicher KI-Technologien geäußert. Die Debatte folgt jüngsten US-Beschränkungen für neue KI-Modelle des Unternehmens Anthropic, wobei Abgeordnete vor strategischen Risiken und potenziellen Verwundbarkeiten für Europa warnen.
Johannes Schätzl von der SPD bezeichnete die leistungsfähigsten KI-Modelle als „strategische Technologien“, die von Staaten kontrolliert werden könnten. Er wies auf die damit verbundenen erheblichen Risiken hin und forderte eine strengere Aufsicht. Schätzl plädierte dafür, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sowie Forschungseinrichtungen zu stärken, um KI-Systeme eigenständig analysieren und Risiken identifizieren zu können.
Konstantin von Notz von den Grünen kritisierte den Schritt der USA als „äußerst kurzsichtig“. Er argumentierte, dass solche Beschränkungen die globale IT-Sicherheit untergraben würden. Unterdessen warnte Marc Henrichmann von der CDU, die US-Kontrolle über KI-Werkzeuge könnte europäische Behörden, Unternehmen und Forscher erpressbar machen.
Die Diskussionen unterstreichen die wachsende Besorgnis über die Regulierung von KI und die Abhängigkeit von ausländischen Technologien. Deutsche Vertreter drängen auf mehr Autonomie bei der Bewertung und Steuerung von KI-Risiken. Im Mittelpunkt steht der Ausbau heimischer Kapazitäten, um externe Verwundbarkeiten zu verringern.






