19 April 2026, 13:02

Deripaska warnt vor "perfektem Sturm" für Russlands Staatshaushalt und fordert 72-Stunden-Woche

Ein blaues Plakat mit Text und einem Diagramm, das die durchschnittlichen Einzelhandelsbenzinkosten in Russland und der Ukraine vergleicht und eine Rückkehr zu den Preisen vor dem Krieg anzeigt.

Deripaska warnt vor "perfektem Sturm" für Russlands Staatshaushalt und fordert 72-Stunden-Woche

Der russische Milliardär Oleg Deripaska hat vor einem "perfekten Sturm" gewarnt, der den Staatshaushalt des Landes trifft. Die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen bezeichnete er als "tiefgreifende Umwälzung" und nicht als eine herkömmliche Krise. Seine Äußerungen folgen auf ukrainische Drohnenangriffe, die wichtige Energiezentren lahmgelegt und bis zu 40 Prozent der russischen Ölexporte bedrohen.

Deripaska machte mehrere Faktoren für die finanzielle Belastung verantwortlich. Hohe Zinssätze und ein starker Rubel, festgesetzt von der russischen Zentralbank, hätten dem Haushalt über 16 Billionen Rubel (rund 196,6 Milliarden Dollar) entzogen, behauptete er. Zudem kritisierte er die Politik der Bank, die Investitionen hemme und das Wirtschaftswachstum bremsen würde.

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Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten und steigende globale Energiepreise dürften die Lage laut Deripaska weiter verschärfen. Sein Argument: Diese Druckfaktoren, kombiniert mit Sicherheitskräften, die inländische Investitionen untergraben, ließen Russland nur begrenzte Handlungsmöglichkeiten.

Um der Abwärtsspirale entgegenzuwirken, schlug Deripaska radikale Maßnahmen vor. Er regte an, dass Russen künftig zwölf Stunden am Tag arbeiten – sechs Tage die Woche, von 8 Uhr morgens bis 20 Uhr abends, inklusive Samstags. Seine Begründung: Die schrumpfenden Ressourcen des Landes erforderten eine drastische Steigerung der Arbeitsleistung, um den wirtschaftlichen Wandel zu beschleunigen.

Die kombinierten Auswirkungen von Exportverlusten, Finanzpolitik und externen Konflikten setzen die russische Wirtschaft zunehmend unter Druck. Deripaskas Forderung nach längeren Arbeitszeiten spiegelt die Dringlichkeit wider, mit der er die Krise angehen will. Ohne grundlegende Veränderungen könnte der Staatshaushalt in den kommenden Monaten noch stärker belastet werden.

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