Dallas diskutiert Umbenennung des Cesar Chavez Boulevard in Dolores Huerta
Julian HartmannDallas diskutiert Umbenennung des Cesar Chavez Boulevard in Dolores Huerta
Eine Gruppe hispanischer Wirtschafts- und Bürgerrechtsvertreter in Dallas hat die Umbenennung der Cesar Chavez Boulevard gefordert. Stattdessen soll die Straße Dolores Huerta ehren – eine Reaktion auf jüngste Vorwürfe wegen sexueller Übergriffe gegen Chavez, darunter auch Vergewaltigungsvorwürfe, die von Huerta selbst erhoben wurden.
Die Pressekonferenz im Zentrum von Dallas wurde von Diana Flores organisiert, der Vizepräsidentin der Greater Dallas Hispanic Chamber of Commerce. Sie argumentierte, Chavez stehe nicht länger für die Landarbeiter, die einst für Arbeitnehmerrechte kämpften. Auch Héctor Flores, ehemaliger nationaler Präsident der Bürgerrechtsorganisation LULAC, sprach sich dafür aus, Chavezes Namen aus allen öffentlichen Räumen zu entfernen.
Flores betonte, dass die Leistungen der Gemeinschaft nicht mit Chavezes Namen getilgt werden dürften. Sie forderte, jede Straße, jedes Gebäude und jedes Schild, das seinen Namen trägt, umzubenennen – und zwar zu Ehren derer, die die Bewegung wirklich geprägt haben. Der Vorstoß erfolgt, nachdem die Verantwortlichen im Tarrant County vorgeschlagen hatten, die Feierlichkeiten zum Cesar Chavez Day einzustellen, und Gouverneur Greg Abbott staatlichen Behörden untersagte, den Feiertag weiter anzuerkennen.
Seit Bekanntwerden der Vorwürfe gibt es in ganz Texas ähnliche Forderungen. Viele sind der Meinung, Huerta – eine Schlüsselfigur im Kampf der Landarbeiter – verdiene für ihr Engagement weit mehr Anerkennung.
Die Kampagne zur Umbenennung der Cesar Chavez Boulevard ist Teil einer breiteren Debatte über das Erbe des Aktivisten. Sollte sie erfolgreich sein, würde einer der wichtigsten Straßen Dallas' künftig den Namen Dolores Huertas tragen. Die Entscheidung hängt nun davon ab, wie die Stadt auf die wachsenden Rufe nach Veränderung reagiert.






