Daiichi Sankyo setzt auf Deutschland mit Milliardeninvestition in Bayern
Sebastian VoigtDaiichi Sankyo setzt auf Deutschland mit Milliardeninvestition in Bayern
Daiichi Sankyo bekräftigt Milliardeninvestition in Deutschland
Der japanische Pharmakonzern Daiichi Sankyo hat sein Engagement für eine große Expansion in Deutschland erneuert. Das Unternehmen plant, rund eine Milliarde Euro in seinen Standort Pfaffenhofen in Bayern zu investieren – eine Entscheidung, die sich abhebt, während andere Branchenvertreter ihre Investitionen im Land zurückfahren.
Das Werk in Pfaffenhofen ist der größte Produktionsstandort des Konzerns außerhalb Japans. Die geplante Erweiterung zählt zu den größten Einzelinvestitionen in der Geschichte von Daiichi Sankyo. Der zweitgrößte Arzneimittelhersteller Japans, der jährlich etwa 11,5 Milliarden Euro umsetzt, sieht in Deutschland einen entscheidenden Markt.
Benoit Creveau, der Deutschland-Chef des Unternehmens, betonte, dass ein Stopp der Expansion „keine Option“ sei. Zwar bezeichnete er den Entwurf für die geplante Krankenkassenreform als „enttäuschend“, doch verwies er darauf, dass andere Faktoren die Standortentscheidung maßgeblich prägen – etwa Kooperationen mit Forschungseinrichtungen und die Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte.
Mit der Investition wird Daiichi Sankyo seine Forschungs- und Produktionskapazitäten in Pfaffenhofen deutlich ausbauen. Die Entscheidung unterstreicht das langfristige Vertrauen des Konzerns in den deutschen Pharmastandort. Das Projekt soll trotz der allgemeinen Zurückhaltung in der Branche wie geplant voranschreiten.
