29 June 2026, 12:02

Knauf plant 50 Jahre Gipsabbau in Altertheim – doch Trinkwasser bleibt umstritten

Hürde genommen auf dem Weg zu einem neuen Gipsbergwerk

Knauf plant 50 Jahre Gipsabbau in Altertheim – doch Trinkwasser bleibt umstritten

Knauf plant 50-jähriges Projekt zur Gipsgewinnung in Altertheim

Der Baustoffkonzern Knauf hat ein Projekt vorgeschlagen, bei dem über einen Zeitraum von 50 Jahren Gips aus unterirdischen Lagerstätten in Altertheim gefördert werden soll. Geplant ist der Abbau von einer Million Tonnen pro Jahr. Eine aktuelle Bewertung der Behörden kommt zu dem Schluss, dass der Betrieb unter strengen Auflagen sicher durchgeführt werden könnte.

Die Regierung von Unterfranken prüfte das Vorhaben und gelangte zu der Einschätzung, dass der Bergbau keine unkontrollierbaren Risiken berge – vorausgesetzt, es werden bestimmte Schutzmaßnahmen eingehalten. Allerdings wurde ein Restrisiko eingeräumt, das jedoch als beherrschbar eingestuft wurde. Sollten die Grundwasserstände sinken, müsste der Betrieb sofort eingestellt werden.

Im Rahmen der raumordnerischen Prüfung wurden 79 Behörden konsultiert und über 4.300 Einwendungen aus der Bevölkerung geprüft. Das Gebiet ist von zentraler Bedeutung für die Trinkwasserversorgung, da es Würzburg und umliegende Gemeinden beliefert. Kritiker, darunter die Grünen, werfen der Bewertung vor, die Gefahren für die Wasservorräte zu unterschätzen.

Eine Online-Petition gegen das Projekt sammelte bisher mehr als 5.600 Unterschriften. Knauf begrüßte die Ergebnisse der Behörden und betonte, ein verantwortungsvoller Nachbar in Altertheim sein zu wollen. Das Unternehmen muss sich an die strengen Vorgaben der Behörden halten. Die endgültige Genehmigung erteilt das Bergamt Nordbayern, eine Entscheidung wird bis Jahresende erwartet.

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Das Bergamt wird vor Dezember abschließend über das Projekt entscheiden. Bei einer Genehmigung würde Knauf die Förderung unter strenger Aufsicht aufnehmen. Die möglichen Auswirkungen auf die lokalen Wasservorräte bleiben jedoch ein zentraler Streitpunkt zwischen Gegnern des Vorhabens und den Aufsichtsbehörden.

Quelle