CLARITY Act: Warum das US-Krypto-Gesetz an Streit und Zeitdruck scheitern könnte
Finn WolfCLARITY Act: Warum das US-Krypto-Gesetz an Streit und Zeitdruck scheitern könnte
US-Gesetzesvorhaben CLARITY Act: Klare Regeln für Krypto-Unternehmen – doch Streit bremst Fortschritt
Der US-amerikanische CLARITY Act soll klarere Vorschriften für Krypto-Firmen, Börsen und Investoren schaffen. Doch sein Vorankommen stockt aufgrund von Meinungsverschiedenheiten zwischen Banken und Krypto-Unternehmen – etwa bei der Frage der Erträge von Stablecoins. Trotz der Verzögerungen bleiben einige Branchenvertreter optimistisch, dass das Gesetz noch Chancen hat.
Ursprünglich sollte der Entwurf ein einheitliches, nationales Regelwerk für die Krypto-Regulierung schaffen. Derzeit sehen sich viele Unternehmen mit widersprüchlichen Vorgaben verschiedener Behörden konfrontiert. Befürworter argumentieren, dass klarere Gesetze finanzielle Innovationen in den USA halten könnten.
Ein zentraler Bestandteil des Gesetzes ist die Tokenisierung, die es ermöglichen könnte, Anteile an Großunternehmen wie SpaceX oder Google einem globalen Publikum zugänglich zu machen. Zudem könnte die Vorlage den Zugang zu US-Finanzprodukten über Krypto-Wallets erleichtern. Doch Streitigkeiten zwischen traditionellen Banken und Krypto-Firmen – insbesondere über die Renditen von Stablecoins – blockieren die Verhandlungen.
Der bekannte Krypto-Investor Mike Novogratz erwartet, dass der Entwurf bis Juni auf dem Schreibtisch von Präsident Donald Trump landet. Er geht davon aus, dass sowohl Republikaner als auch Demokraten Gründe haben, das Gesetz zu unterstützen. Die republikanische Senatorin Cynthia Lummis warnte jedoch, dass den Abgeordneten die Zeit davonlaufen könnte, bevor der Wahlkampf in die heiße Phase geht.
Frühere Markterwartungen zum Fortschritt des Gesetzes haben sich bisher nicht erfüllt. Einige Krypto-Firmen hoffen weiterhin auf ein einheitliches Regulierungssystem statt auf ein Flickwerk aus Einzelmaßnahmen verschiedener Behörden.
Sollte der CLARITY Act verabschiedet werden, könnte er die Arbeitsweise von Krypto-Unternehmen in den USA grundlegend verändern und globalen Nutzern den Zugang zu Finanzprodukten erleichtern. Doch anhaltende Konflikte und der Zeitdruck könnten seine Verabschiedung weiter verzögern – oder sogar scheitern lassen.






