Chinesischer Kinderhändler nach jahrelangen Entführungen zum Tode verurteilt
Sebastian VoigtChinesischer Kinderhändler nach jahrelangen Entführungen zum Tode verurteilt
Ein chinesisches Gericht hat einen verurteilten Kinderhändler nach einer langen Geschichte von Entführungen und Verkäufen zum Tode verurteilt. Wang, der Haupttäter, wurde schuldig gesprochen, zwischen 2001 und 2010 elf Kinder entführt und verkauft zu haben. Seine Verbrechen setzten sich selbst nach einer früheren Haftstrafe für ähnliche Straftaten fort.
Wangs kriminelle Aktivitäten begannen im Oktober 2001. Über fast neun Jahre hinweg entführte er elf Kinder unter sechs Jahren. Die Opfer wurden in der Provinz Guangdong verkauft, wobei er einen Gewinn von 199.000 Yuan (etwa 25.057 Euro) erzielte.
Bereits am 17. November 2006 war er wegen der Entführung eines Kindes zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Nach seiner Entlassung im Jahr 2008 nahm er den Kinderhandel wieder auf. Seine Taten hielten an, bis er im Dezember 2015 erneut festgenommen wurde, nachdem er drei weitere Kinder verkauft hatte.
Ein Gericht verurteilte ihn später zu 15 Jahren Haft für diese Verbrechen. Aufgrund der Schwere seiner wiederholten Straftaten und seiner Rolle als Haupttäter wurde das Urteil jedoch auf die Todesstrafe verschärft. Zudem wurden ihm auf Lebenszeit die politischen Rechte aberkannt und sein gesamtes Privatvermögen eingezogen.
Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die anhaltenden Herausforderungen im Kampf gegen Menschenhandel in China. Faktoren wie die ehemalige Ein-Kind-Politik und ein erhebliches Geschlechterungleichgewicht – 2017 gab es 42 Millionen mehr Männer als Frauen – haben zu dem Problem beigetragen. Wangs Hinrichtung unterstreicht die harte Haltung des Rechtssystems gegenüber Wiederholungstätern, die in Kinderentführung und -handel verwickelt sind.






