Berliner Mann wegen jahrelanger Drohungen gegen Polizei zu Haft verurteilt
Charlotte RichterBerliner Mann wegen jahrelanger Drohungen gegen Polizei zu Haft verurteilt
Ein 37-jähriger Mann aus Berlin ist zu einer einjährigen Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt worden. Das Gericht sprach ihn der wiederholten Zusendung roher Bedrohungen und Beleidigungen an Polizeibeamte und Justizangehörige über mehrere Jahre hinweg schuldig. Aufgrund der wiederkehrenden Straftaten fiel das Urteil streng aus und entsprach damit weitgehend den Forderungen der Staatsanwaltschaft.
Im Mittelpunkt des Prozesses standen 20 Briefe und E-Mails, die zwischen Juli 2020 und November 2024 verschickt worden waren. Viele enthielten gewalttätige Drohungen, darunter Brandanschläge und Schießereien. Eine Staatsanwältin allein erhielt eine Flut von Nachrichten, die teilweise im Minutentakt eintrafen.
Der Angeklagte bestritt vor Gericht sämtliche Vorwürfe. Er behauptete, keinerlei Konflikte mit der Polizei oder Behörden zu haben. Aktenbeweise zeigten jedoch frühere Verurteilungen wegen ähnlicher Vergehen sowie unbezahlte Geldstrafen, die sein Verhalten nicht hatten stoppen können.
Die Staatsanwaltschaft hatte eine Strafe von einem Jahr und drei Monaten ohne Bewährung gefordert. Das Gericht folgte dieser Linie weitgehend, verhängte jedoch eine leicht reduzierte Strafe von einem Jahr. Nur ein Teil der E-Mails führte zu offiziellen Anklagepunkten, doch das Muster der Belästigung war eindeutig erkennbar.
Das Urteil bedeutet, dass der Mann die volle Haftdauer von einem Jahr absitzen muss. Seine Vorgeschichte mit wiederholten Straftaten und die Weigerung, die Bedrohungen einzustellen, wogen bei der Entscheidung schwer. Die Behörden bestätigten, dass das Strafmaß die Schwere seiner anhaltenden Schikanekampagne widerspiegelt.






