Bürgergeld wird 2026 durch strengere Grundsicherung ersetzt – was sich für Niedersachsen ändert

Admin User
2 Min.
Eine Person in der Mitte hält eine Tafel mit Schrift darauf, steht auf dem Boden, während andere Menschen im Hintergrund Schilder halten, was auf eine Demonstration hinweist.

Bürgergeld: Die Fakten in Niedersachsen - Bürgergeld wird 2026 durch strengere Grundsicherung ersetzt – was sich für Niedersachsen ändert

Deutschlands Bürgergeld wird 2026 durch ein neues Grundsicherungssystem ersetzt – und das bei verschärften Auflagen für die bundesweit 5,3 Millionen Empfänger. Allein in Niedersachsen sind derzeit fast eine halbe Million Menschen auf die Leistung angewiesen.

Laut Bundesagentur für Arbeit bezogen im August 2025 rund 499.500 Menschen in Niedersachsen Bürgergeld, darunter etwa 364.300 als erwerbsfähig eingestufte Personen. Beide Zahlen sinken seit Jahren kontinuierlich; zuletzt lag die Empfängerzahl im Mai 2022 noch niedriger.

Im August waren nur 0,9 Prozent der erwerbsfähigen Leistungsbezieher im Land von Kürzungen betroffen. Das neue System, das am 1. Juli 2026 in Kraft tritt, wird jedoch strengere Bedingungen für Anspruchsberechtigte vorsehen. Niedersachsens Arbeits- und Sozialminister Andreas Philippi (SPD) kritisierte die Debatte um die Reformen als übermäßig politisiert. Er räumte allerdings ein, dass das System mehr Gerechtigkeit und wirksamere Schutzmechanismen gegen Missbrauch benötige. Gleichzeitig fordert die unionsgeführte CDU/CSU, den Namen Bürgergeld – erst seit drei Jahren in Gebrauch – komplett abzuschaffen.

Die Reformen bringen für Millionen Leistungsempfänger in ganz Deutschland strengere Regeln mit sich. In Niedersachsen geht die Zahl der Bezieher bereits zurück. Die vollständige Umsetzung des neuen Systems ist für Mitte 2026 geplant.

Lesen Sie auch: