Bundesverkehrsminister schließt weitere Milliardenhilfen für die Deutsche Bahn aus
Sebastian VoigtBundesverkehrsminister schließt weitere Milliardenhilfen für die Deutsche Bahn aus
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat weitere finanzielle Hilfen für die Deutsche Bahn ausgeschlossen. Seine Äußerungen, die in der Samstagsausgabe der Rheinischen Post veröffentlicht wurden, fallen in eine Phase, in der der Bahnkonzern weiterhin mit Herausforderungen kämpft. Schnieder betont, dass die bereits bereitgestellten Mittel ausreichen, um spürbare Verbesserungen zu erreichen.
Fast 170 Milliarden Euro sind der Deutschen Bahn für die aktuelle Legislaturperiode bereits zugesichert – davon sind über 106 Milliarden Euro speziell für Schienenprojekte vorgesehen. Der Minister besteht darauf, dass das Unternehmen seine Effizienz steigern muss, statt nach weiteren Geldern zu verlangen.
Er forderte eine schnellere Ausweitung der Infrastruktur, eine beschleunigte Digitalisierung sowie optimierte Betriebsabläufe. Schnieder unterstrich, dass die Modernisierung der Infrastruktur und die Straffung interner Prozesse entscheidend seien, um die Dienstleistungen zu verbessern. Jedes abgeschlossene Bauvorhaben trage zudem zur Stabilität des Netzes bei, so der Minister.
Gleichzeitig räumte Schnieder ein, dass Fortschritte nicht von heute auf morgen zu erwarten seien. Die Vorstellung von „kurzfristigen Riesenschritten“ wies er zurück und betonte, dass langfristige Anstrengungen nötig seien. Dennoch zeige er sich überzeugt, dass die Deutsche Bahn mit dem bestehenden Budget bessere Leistungen erbringen könne.
Mit dieser Haltung wird es vorerst keine zusätzlichen Mittel geben. Die Bahn muss mit den bereits bewilligten 170 Milliarden Euro ihre Abläufe optimieren. Der Fokus liegt auf schrittweisen, nachhaltigen Verbesserungen – nicht auf schnellen Lösungen.
