Bundesregierung plant strengere Social-Media-Regeln für Jugendliche – doch Verbote sind umstritten
Sebastian VoigtBundesregierung plant strengere Social-Media-Regeln für Jugendliche – doch Verbote sind umstritten
Die deutsche Bundesregierung erwägt strengere Regeln für Kinder und Jugendliche in sozialen Medien. Bundesfamilienministerin Karin Prien hat ihre Unterstützung für schärfere Vorschriften bekräftigt, obwohl noch keine endgültigen Entscheidungen gefallen sind. Ein entscheidender Expertenbericht, der im Juni erwartet wird, soll die nächsten Schritte prägen.
Prien betonte, dass die Debatte über Einschränkungen in sozialen Medien weiterhin aktiv geführt werde. Sie nahm dabei auch auf die Bedenken von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt Bezug, der sich gegen ein pauschales Verbot ausspricht. Stattdessen plädiert Dobrindt für eine stärkere elterliche Aufsicht, bessere Medienkompetenz und Altersüberprüfungen anstelle von generellen Verboten.
Prien stimmte zu, dass neue Maßnahmen Schutz, Selbstbestimmung und Teilhabe in Einklang bringen müssten. Sie bestätigte, dass die Regierung nach Vorlage der Ergebnisse der Expertenkommission im Juni ein Gesetzespaket ausarbeiten werde. Ziel sei es, klarere Regeln für junge Nutzer zu schaffen, ohne sich ausschließlich auf Verbote zu stützen.
Der nächste Schritt der Regierung hängt von den Empfehlungen im Juni ab. Sollten die geplanten Gesetze verabschiedet werden, würden sie eine deutliche Veränderung darstellen, wie Kinder und Jugendliche soziale Medien nutzen. Aus Kreisen der Regierung heißt es, dass elterliche Mitwirkung und Aufklärung im neuen Rahmen eine zentrale Rolle spielen werden.






