Britische Wirtschaft wächst 2025 moderat – doch 2026 droht die Abkühlung
Charlotte RichterBritische Wirtschaft wächst 2025 moderat – doch 2026 droht die Abkühlung
Die britische Wirtschaft verzeichnete 2025 ein moderates Wachstum, doch neue Herausforderungen zeichnen sich ab. Zwar stiegen die Haushaltseinkommen und die Investitionen der Unternehmen, doch die steigenden Energiekosten und die globalen Ölpreise sorgen für Besorgnis. Ökonomen rechnen nun mit einer verlangsamten Expansion im Jahr 2026.
Offizielle Zahlen zeigen, dass die britische Wirtschaft 2025 um 1,4 Prozent wuchs. Das Pro-Kopf-BIP erhöhte sich im Jahresverlauf um 1,1 Prozent, während das verfügbare Einkommen der Haushalte im letzten Quartal um 1,2 Prozent zunahm. Die Unternehmensinvestitionen stiegen im gesamten Jahr 2025 um zwei Prozent – eine leichte Verbesserung.
Doch der Energiesektor belastete die Erholung stark. Die britischen Gaspreise kletterten seit Kriegsbeginn um über 70 Prozent, was das Land besonders verwundbar macht. Auch der Referenzpreis für Brent-Rohöl stieg auf über 115 Dollar pro Barrel und verschärfte die Kostendrucksituation. Bis Ende 2025 schaffte das BIP im letzten Quartal nur noch ein Miniplus von 0,1 Prozent.
Die Aussichten für die Zukunft haben sich eingetrübt. Die OECD prognostiziert für 2026 nun nur noch ein Wachstum von 0,7 Prozent in Großbritannien, was Ökonomen zu einer Abwärtsrevision ihrer Prognosen veranlasst.
Das Wirtschaftswachstum Großbritanniens im Jahr 2025 verlief ungleichmäßig: Während Haushaltseinkommen und Unternehmensausgaben zulegten, deuten explodierende Energiekosten und eine deutliche Abschwächung der Wachstumsprognosen für 2026 auf anhaltende Schwierigkeiten hin. Die Kombination aus hohen Gaspreisen und schwachen Konjunkturaussichten lässt ein schwierigeres Jahr erwarten.






