Blankenburg-Anbindung bringt 50 Millionen weniger ein als erwartet

Blankenburg-Anbindung bringt 50 Millionen weniger ein als erwartet
Blankenburg-Verbindung bringt 50 Millionen Euro weniger ein als erwartet
Teaser: Die Blankenburg-Verbindung zwischen der A20 bei Vlaardingen und der A15 bei Rozenburg erwirtschaftet in diesem Jahr deutlich weniger als prognostiziert. Das niederländische Infrastruktur- und Wassermanagementministerium hat seine Schätzungen nach unten korrigiert: von 75 Millionen auf nur noch 25 Millionen Euro. Für den Tunnel wird ein Verlust von 10 Millionen Euro erwartet. | Aktuelle Nachrichten aus dem In- und Ausland – auf unserer Website News
Veröffentlichungsdatum: 20. Dezember 2025, 10:30 Uhr
Schlagwörter: Wirtschaft, Finanzen, Verkehr
Artikel: Die Blankenburg-Verbindung, eines der großen Infrastrukturprojekte der Niederlande, steckt im ersten Betriebsjahr in finanziellen Schwierigkeiten. Die Einnahmen liegen 50 Millionen Euro unter den Erwartungen, sodass der Tunnel mit Verlusten arbeitet. Mittlerweile geben Beamte zu, dass frühere Prognosen zu optimistisch waren.
Das Infrastruktur- und Wassermanagementministerium hatte ursprünglich mit jährlichen Einnahmen von 75 Millionen Euro gerechnet. Diese Schätzungen basierten auf Verkehrsdaten aus dem Ausland, die sich als unzuverlässig erwiesen. Tatsächlich belaufen sich die Einnahmen nun auf nur 25 Millionen Euro.
Die Betriebskosten sanken zwar von 62 auf 35 Millionen Euro, dennoch verzeichnet das Projekt ein Defizit von 10 Millionen Euro. Die Gesamtbaukosten lagen bei über 400 Millionen Euro – die aktuellen Einnahmen reichen nicht aus, um die Tilgung der Schulden zu decken.
Peter van der Werf, der Projektleiter, führte die Fehlbeträge auf geringeres Verkehrsaufkommen und weniger Bußgelder bei Nichtzahlung zurück. Die niederländische Straßenverkehrsbehörde (RDW) hat wiederkehrende Säumige direkt kontaktiert, um die steigenden Strafen einzudämmen. Die Behörden gehen davon aus, dass sich die Lage bessert, sobald sich die Fahrer an die neue Strecke gewöhnt haben.
Das Ministerium erwartet nun, dass sich die Finanzen in den kommenden Jahren stabilisieren. Unter den aktuellen Bedingungen ist eine Rückzahlung der 400 Millionen Euro Schulden jedoch unmöglich. Die Zukunft des Tunnels hängt davon ab, ob mehr Fahrzeuge die Strecke nutzen und die Mauterhebung strenger kontrolliert wird.



